TERRÖR: DER ISLAM VERURTEILT

EINLEITUNG

Als Muslime verurteilen wir nachdrücklich den Terroristenangriff auf die zwei Großstädte der Vereinigten Staaten am 11. September 2001, der Tod und Verletzung Tausender unschuldiger Menschen verursachte, und sprechen der amerikanischen Nation unser Beileid aus. Diese Angriffe rückten die sehr wichtige Frage nach der tatsächlichen Quelle des Terrorismus an die Spitze der Tagesordnung des Weltgeschehens. Auf diese Weise wurde der gesamten Welt bekannt gemacht, dass der Islam eine Religion des Friedens und der Toleranz ist, die die Menschen zum Mitleid und Gerechtigkeit aufruft. Viele prominente Persönlichkeiten der Weltpolitik, führende Medienorganisationen, Fernsehen- und Radiostationen erklärten, dass der wahre Islam die Gewalttätigkeit verbietet, und den Frieden zwischen den Menschen und Nationen erstrebt. Informierte Kreise der westlichen Welt, die ein gutes Verständnis der Religion des Islams erwarben und den Islam kennen, wie Allah ihn im Quran befohlen hat, haben klar erkannt, dass die Begriffe "Islam" und "Terror" nicht nebeneinander bestehen können und dass keine göttlich offenbarte Religion Gewalttätigkeit erlaubt.

Sicherlich gebietet Allah Gerechtigkeit und vorzügliches Handeln und Gaben an Nahestehende, und Er verbietet Sittenlosigkeit und verpönte Handlungen und Unrecht. Er ermahnt euch, um euch zum Nachsinnen anzuregen. (Sure 16:90 - an-Nahl)
Dieses Buch besteht darauf, dass die Quelle des Terrors, den wir verurteilen, unmöglich einer göttlichen Religion entspringt, und dass es im Islam keinen Platz für Terrorismus gibt. Dies wird eindeutig im Quran, der Hauptquelle des Islams, klar gestellt, sowie in den Traditionen aller muslimischen Herrscher, mit dem Propheten Muhammad an erster Stelle. Im Licht von Zitaten aus dem Quran, und unterstützt durch geschichtliche Beispiele stellt dieses Buch die Tatsache heraus, dass der Islam den Terrorismus verbietet und auf die Errichtung von Frieden und Sicherheit in der Welt ausgerichtet ist.
Es ist allgemein bekannt, dass seit Jahrhunderten verschiedene Terrorakte in den verschiedensten Teilen der Welt von den unterschiedlichsten Gruppen mit einer Vielfalt von Motivationen durchgeführt wurden. Manchmal ist es eine kommunistische Organisation, manchmal eine faschistische Gruppe und manchmal sind es radikale und separatistische Splittergruppen, die Verantwortung für solche Anschläge übernehmen. Während Länder wie Amerika häufig das Ziel der Angriffe von rassistischen - und Randgruppenterroristen wurden, standen die europäischen Länder im Angriffsfeld von Gewalttaten, die von terroristischen Organisationen durchgeführt wurden. 17. November in Griechenland, RAF und Neonazis in Deutschland, ETA in Spanien, IRA in Britannien, Rote Brigaden in Italien und viele andere Organisationen versuchen, sich durch Terror und Gewalttätigkeit Gehör zu verschaffen, indem sie unschuldige und wehrlose Menschen ermorden. Die Natur des Terrorismus hat sich, mit der sich wandelnden Weltsituation geändert und seine Auswirkungen und Ausmaße steigern sich mit den neuen Mitteln, welche die fortschreitende Technologie ermöglicht. Insbesondere erweitern die Kommunikationsmittel, wie das Internet, den Operations- und Einflussbereich für die Aktivitäten der Terroristen beträchtlich.
Außer den westlichen Organisationen gibt es auch andere Terroristenorganisationen, die aus dem Mittleren Osten stammen. Diese Gruppen verüben Ihre Anschläge in allen Teilen der Welt. Dass die Täter solcher Gewaltakte christliche, islamische oder jüdische Namen haben, veranlasst einige von ihnen, Behauptungen aufzustellen, die nicht mit den entsprechenden göttlichen Offenbarungen in Einklang stehen. Die Wahrheit ist, dass, selbst wenn die Terroristen muslimische Namen haben, der Terror, den sie verüben, nicht als "islamischer Terror" bezeichnet werden kann, genauso wenig wie er "jüdischer Terror" oder "christlicher Terror" genannt werden könnte, wenn die Täter Juden oder Christen wären. Dem ist so, weil es absolut nicht akzeptabel ist, unschuldige Leute im Namen der Religion zu ermorden, wie in den folgenden Seiten eingehend untersucht werden wird. Wir müssen uns bewusst sein, dass unter denen, die in Washington oder New York getötet wurden, Menschen waren, die den Propheten Jesus (Christen), den Propheten Moses (Juden) und den Propheten Muhammad (Muslime) liebten. Unschuldige Menschen zu töten ist eine große Sünde, die, es sei denn, dass Gottes Vergebung eingreift, eine qualvolle Strafe in der Hölle nach sich zieht. Niemand, der gläubig ist und Gottesfurcht hat, würde solch eine Tat begehen.



Wenn man nach dem Ursprung eines Terroraktes sucht, muss man nach seiner Quelle in den antireligiösen Ideologien suchen. Religion gebietet Liebe, Mitgefühl, Nachsicht, Friedfertigkeit und eine Lebensführung entsprechend hoher moralischer Normen. Terrorismus dagegen vertritt die Seite der Grausamkeit und Gewalttätig-keit, begeht Mord und Blutvergießen und verursacht Leid.
Die Aggressoren, die solche Gewalttätigkeit begehen, können dies nur mit dem Vorsatz tun, die Religion selbst anzugreifen. Es ist durchaus möglich, dass diejenigen, die diese Gewalttätigkeit verübten, es taten, um die Religion in den Augen der Menschen als Übel erscheinen zu lassen, um die Menschen der Religion völlig zu entfremden und Hass und Reaktion gegen fromme Menschen zu verursachen. Infolgedessen ist jeder Anschlag, der eine "religiöse" Fassade hat, während er sich gegen amerikanische Bürger oder andere unschuldige Menschen richtet, wirklich ein Angriff, der gegen die Religion verübt wird.
Religion gebietet Liebe, Gnade und Frieden. Dem gegenüber ist Terror das Gegenteil der Religion; er ist grausam, gnadenlos und es verlangt Blutvergießen und Elend. Folglich sollte der Ursprung einer terroristischen Handlung eher im Unglauben, als in der Religion gesucht werden. Menschen mit faschistischer, kommunistischer, rassistischer oder materialistischer Lebensauffassung sollten als mögliche Täter vermutet werden. Der Name oder die Identität dessen, der den Schuss oder die Explosion auslöst ist nicht wichtig. Wenn er, ohne mit der Wimper zu zucken, unschuldige Menschen ermorden kann, dann ist er ein Ungläubiger, nicht ein Gläubiger. Er ist ein Mörder, der keine Gottesfurcht hat und dem es hauptsächlich darum geht, Blut zu vergießen und Schaden anzurichten. Aus diesem Grund ist "islamischer Terror" ein durchaus falsches Konzept, das der Botschaft des Islams widerspricht. Die Religion Islam kann Terrorismus auf keinen Fall tolerieren. Ganz im Gegenteil, Terror (d.h. Mord von unschuldigen Menschen) gilt als eine große Sünde im Islam, und Muslime sind dafür verantwortlich, solche Taten zu verhindern und der Welt Frieden und Gerechtigkeit zu bringen.

 

ISLAMISCHE ETHIK: EINE QUELLE DES FRIEDENS UND DER SICHERHEIT


Manche, die behaupten, etwas sei im Namen der Religion getan worden, mögen in der Tat ein falsches Verständnis jener Religion haben und sie daher falsch ausüben. Aus diesem Grund wäre es falsch, sich eine Meinung über jene Religion zu bilden, indem man sich an dem Beispiel solcher Menschen orientiert. Der beste Weg, eine Religion zu verstehen, ist ihre göttlich offenbarte Quelle zu studieren. Die göttliche Quelle des Islams ist der Quran, der auf den Idealen der Sittlichkeit, der Liebe, des Mitgefühls, der Demut, der Opferbereitschaft, der Toleranz und der Friedfertigkeit begründet ist. Ein Muslim, der im wahren Sinn diesen Grundsätzen entsprechend lebt, wird äußerst höflich, bedacht, bescheiden, gerecht, vertrauenswürdig und zuvorkommend sein. Er wird Liebe, Respekt, Harmonie und Lebensfreude auf seine Umgebung ausstrahlen.
Der Islam ist die Religion des Friedens
Im weitesten Sinn ist Terror Gewalttätigkeit, die gegen nicht-militärische Ziele zum Zweck politischer Ziele ausgeübt wird. In anderen Worten, die Angriffsziele des Terrors sind völlig unschuldige Zivilisten, deren einziges Verbrechen es ist, dass sie - in den Augen der Terroristen - 'die andere Seite' vertreten. Aus diesem Grund bedeutet Terror, unschuldige Menschen Gewalttätigkeit auszusetzen, was eine Verhaltensweise ist, die jeglicher moralischen Rechtfertigung mangelt. Dies ist, in gleicher Weise, wie die Morde, die durch Hitler oder Stalin begangen wurden, ein 'Verbrechen gegen die Menschheit'.


Terroristen zielen darauf ab, eine Welt der Gewalttätigkeit, des Konflikts, des Chaos und der Furcht zu schaffen.
Der Quran ist ein Buch, das den Menschen als Führung zum Weg der Wahrheit offenbart wurde, und in diesem Buch gebietet Gott den Menschen, eine gute, moralische Lebensweise anzunehmen. Diese Moral gründet sich auf Tugenden wie Liebe, Mitleid, Toleranz und Barmherzigkeit. Das Wort 'Islam' ist von dem arabischen Wort für 'Frieden' abgeleitet. Der Islam ist eine Religion, die der Menschheit mit dem Ziel geoffenbart wurde, ein Leben des Friedens zu ermöglichen, in dem die unendliche Barmherzigkeit und Gnade Gottes auf der Welt zum Ausdruck kommen können.

Eine Gesellschaft, in der die islamischen moralischen Werte in hohem Ansehen gehalten werden, ist eine Gesellschaft, die sich durch Frieden, Nachsicht, Liebe, Mitgefühl, gegenseitige Unterstützung und Freude auszeichnet.
Allah ruft alle Menschen zu dieser islamischen Ethik auf, durch welche Barmherzigkeit, Gnade, Frieden und Toleranz auf der ganzen Erde erfahren werden können. In einem Vers der 2. Sure des Qurans spricht Allah die Gläubigen in folgender Weise an:
O ihr, die ihr glaubt! Tretet allesamt in den Zustand der Befriedung (Islam) ein und folgt nicht den Fußstapfen des Satans; er ist euch zweifellos ein offenbarer Feind. (Sure 2:208 - al-Baqara)
Wie der Vers klar macht, kann Sicherheit nur durch 'Eintritt in den Zustand des Islam' gewährleistet werden, d.h., indem man entsprechend den Werten des Quran lebt. Ein Muslim der die Werte des Quran in seinem Leben verwirklicht, fühlt sich dafür verantwortlich, alle Menschen, egal ob Muslime oder Nicht-Muslime, freundlich und gerecht zu behandeln, die Bedürftigen und Unschuldigen zu schützen und die 'Verbreitung von Unheil' zu verhindern. Unheil beinhaltet alle Formen der Anarchiend des Terrors, welche Sicherheit, Wohlsein und Frieden zerstören. Wie in einem Vers erklärt:
Gewiss liebt Allah die Unheilstifter nicht. (Sure 28:77 - al-Qasas)
Einen Menschen grundlos zu töten ist eines der offensichtlichsten Beispiele des Unheils. Allah verweist im Quran auf ein Gebot, das Er zuvor den Juden im Alten Testament auferlegt hatte:
... dass dem, der einen Menschen tötet, ohne dass dieser einen Mord begangen oder Korruption im Lande gestiftet hat, es angerechnet werden soll , als hätte er die ganze Menschheit getötet. Und dem, der ein Leben erhält, soll es angerechnet werden, als hätte er die ganze Menschheit am Leben erhalten... (Sure 5:32 - al-Maida)
Wie der Vers darlegt, begeht ein Mensch, der selbst nur einen einzigen Mitmenschen tötet, es sei denn in Vergeltung für einen begangenen Mord oder Korruption im Lande, ein Verbrechen, das dem gleichkommt, als hätte er die gesamte Menschheit getötet.

Im 32. Vers der Sure al-Ma'ida erklärt Allah, dass, wenn jemand einen Menschen ungerechtfertigt tötet, es so ist, als hätte er die ganze Menschheit getötet. Jeder Mord ist eine völlige Missachtung der moralischen Lehre des Quran.
In Anbetracht dessen wird es offenbar, welch eine große Sünde die Morde, Massaker und Anschläge sind, die von Terroristen ausgeführt werden, einschließlich der, die als 'Selbstmordanschläge' bekannt sind. Allah teilt uns im folgenden Vers mit, wie diese grausame Form des Terrorismus im Jenseits bestraft wird:
Die Anklage richtet sich nur gegen die, welche den Menschen Unrecht tun und Ausschreitungen auf der Erde begehen, zu denen sie kein Recht haben. Ihnen wird eine schmerzliche Strafe zuteil. (Sure 42:42 - asch-Schura)
All dies zeigt deutlich, dass es dem Islam völlig entgegen steht, Terrorakte gegen unschuldige Menschen zu organisieren, und dass kein Muslim solch ein Verbrechen verüben könnte. Im Gegenteil sind Muslime dafür verantwortlich, diesen Leuten das Handwerk zu legen, 'Ausschreitungen auf der Erde' abzuschaffen und allen Menschen überall auf der Welt Frieden und Sicherheit zu bringen. Islam kann nicht mit Terrorismus in Einklang gebracht werden; ganz im Gegenteil, er bietet die Lösung zu dem Problem des Terrorismus und den Weg zu seiner Verhinderung an.

Allah hat das Böse verdammt
Allah hat dem Menschen befohlen, kein Übel zu begehen: Unterdrückung, Grausamkeit, Mord und Blutvergießen sind allesamt verboten. Die, die dieses Gebot Allahs nicht befolgen, werden als 'den Fußstapfen des Satans folgend' beschrieben, und haben eine Haltung angenommen, die im Quran als offenbar sündig erklärt wurde. Folgende Verse sind einige der vielen, die sich auf dieses Thema beziehen:
Und diejenigen, die ihr Bündnis mit Allah brechen, nachdem sie es eingegangen waren, und trennen, was Allah zu verbinden gebot, und Unheil auf Erden anrichten, auf ihnen lastet ein Fluch und eine üble Wohnstatt erwartet sie. (Sure 13:25 - ar-Ra'd)
... Esst und trink von dem womit Allah euch versorgt hat und verderbt nicht die Erde, indem ihr Unheil anrichtet. (Sure 2:60 - al-Baqara)
Und richtet kein Verderben auf der Erde an, nachdem sie mangellos gestaltet worden war, und betet zu Ihm in Gottesfurcht und Vertrauen! Gewiss ist Allahs Barmherzigkeit denen nahe, die Gutes tun. (Sure 7:56 - al-A'raf)
Diejenigen, die denken, dass sie irgend einen Erfolg erzielen können, indem sie Übel, Aufruhr und Unterdrückung verursachen und unschuldige Menschen töten, verfallen einen großen Irrtum. Gott hat alle üblen Taten, einschließlich Terrorismus und Gewalt verboten, und diejenigen, die derartige Handlungen begehen verurteilt, wie aus dem folgenden Vers hervorgeht: ...Allah gibt dem Handeln der Unheilstifter sicherlich kein Gelingen. (Sure 10:81 - Junus)


Es gibt offensichtlich vielerlei Gründe für die Terrorakte, die bis heute Hunderttausende von Menschen das Leben gekostet haben. Diejenigen, die solche Handlungen begehen, haben keine Gottesfurcht; sie sind der Moral, die die Religion befiehlt vollständig entfremdet.
Heute jedoch geschehen Terrorakte, Völkermord und Massaker überall auf der Welt. Unschuldige Menschen werden auf brutale Weise getötet, und Länder, in denen Gemeinschaften zum Hass gegeneinander angestachelt werden, schwimmen im Blut. Diese Grauen in Ländern mit unterschiedlicher Geschichte, Kultur und Sozialstruktur mögen spezifische Ursachen und Gründe haben, es ist jedoch offensichtlich, dass die grundlegende Ursache eine Distanzierung von der Moralität ist, die auf Liebe, Respekt und Toleranz basiert, welche die Religion mit sich bringt. Infolge von Religionslosigkeit entwickeln sich Gesellschaften, in denen die Menschen keine Gottesfurcht haben und nicht glauben, dass sie im Jenseits zur Rechenschaft gezogen werden. Da sie sich dünken, niemandem Rechenschaft über ihre Handlungen schuldig zu sein, können sie ohne weiteres Mitgefühl, Moral oder Gewissen außer Acht lassen.
Das Aufkommen von Heuchlern, die den Namen Gottes und der Religion benützen, aber sich tatsächlich organisieren, um Übel anzurichten, das von Allah verdammt wurde, wird im Quran erwähnt. Ein Vers berichtet von neun einflussreichen Männern in einer Stadt, die ihren Plan, den Propheten zu ermorden, mit einem Schwur im Namen Allahs besiegelten:
Und es waren neun Mächtige in der Stadt, welche Unheil im Lande anrichteten, anstatt Wohlergehen anzustreben. Sie vereinbarten: 'Lasst uns vor Allah schwören, dass wir an ihm und seiner Familie in der Nacht ein Attentat verüben, und dann seinem Sippenältesten sagen, dass wir die Vernichtung seiner Familie nicht bezeugten und dass wir gewiss die Wahrheit sagen!' Uns so machten sie ein Komplott, doch sie ahnten nicht, dass auch Wir einen Plan hatten. (Sure 27:48-50 - an-Naml)
Wie dieses, im Quran beschriebene Ereignis zeigt, bedeutet die Tatsache, dass Menschen 'im Namen von Allah' Dinge tun, oder sogar in Seinem Namen schwören - in anderen Worten, eine 'religiöse' Sprachform verwenden - nicht, dass ihre Handlungen der Religion entsprechen. Ganz im Gegenteil kann das, was sie tun, dem Willen Gottes und der Ethik der Religion völlig entgegengesetzt sein. Die Wahrheit zeigt sich in ihrem Handeln. Wenn ihre Taten darauf abzielen, dass sie 'Unheil anrichteten, anstatt Wohlergehen' wie der Vers darlegt, dann steht fest, dass diese Menschen nicht wahrhaft religiös sein können, und dass ihr Ziel nicht ist, der Religion zu dienen.
Jemand, der Allah fürchtet und die wahre Ethik des Islams verstanden hat, kann unmöglich Gewalttätigkeit oder Verbrechen unterstützen, oder an dahingehenden Aktivitäten teilnehmen. Aus diesem Grund ist der Islam die realistische Antwort auf den Terrorismus. Wenn die hohen moralischen Prinzipien des Quran erklärt werden, wird es undenkbar für die Menschen, den echten Islam mit denjenigen in Verbindung zu bringen, die Gruppen unterstützen, deren Zielsetzung Hass, Krieg und Chaos ist, oder diesen angehören, weil Allah es verboten hat, Unheil zu stiften:
Und sobald er sich von dir abwendet, sucht er, im Lande Unheil zu stiften und die Zivilisation der Menschheit zu zerstören, doch Allah verabscheut Korruption. Und wenn er zur Gottesfurcht ermahnt wird überkommt ihn frevelhafte Arroganz. Die Hölle ist angemessen für ihn - welch eine üble Lagerstatt! (Sure 2:205, 206 - al-Baqara)
Wie aus den obenerwähnten Versen ersichtlich ist, kann jemand der Gottesfurcht hat, unmöglich auch nur der geringsten Tätigkeit, die der Menschheit Schaden zufügen könnte, ein blindes Auge zuwenden. Jemand, der jedoch nicht an Allah und ans Jenseits glaubt, kann sehr wohl jedes Übel begehen, da er sich niemandem gegenüber zur Rechenschaft verpflichtet dünkt.
Was als erstes getan werden muss, um die Welt von der gegenwärtigen Geißel des Terrorismus zu befreien, ist, durch Aufklärung die entarteten, irreligiösen Konzepte, die im Namen der Religion vorgebracht werden, zu beseitigen und die Menschen in der wahren Ethik des Quran und der Furcht Gottes zu unterweisen.

Die Verantwortlichkeit der Gläubigen
Diejenigen, die kein Interesse für Ereignisse haben, sofern diese sie nicht direkt betreffen, sind der Einsicht beraubt, welche Selbstlosigkeit, Bruderschaft, Freundschaft, Ehrlichkeit und Dienstbereitschaft begleitet, und welche die Religion dem Menschen verleiht. Zeitlebens sind solche Menschen bestrebt, nur ihre eigene Selbstsucht zu befriedigen, worauf sie all ihre Mittel vergeuden, und sich dabei der Gefahren, welche die Menschlichkeit bedrohen, total unbewusst sind. Im Quran jedoch lobt Allah die Moralität derer, die sich bemühen, ihre Umwelt und die Lebensqualität zu verbessern; die sich um die Ereignisse kümmern, die in ihrem Einflussbereich stattfinden, und die den Menschen den rechten Weg weisen. In einem Vers des Qurans werden in einem Gleichnis diejenigen, die anderen niemals Gutes bieten, mit denen, die immer auf dem Weg der Güte wandeln verglichen:
Und Allah prägt ein Gleichnis von zwei Männern, von denen der eine stumm ist, nichts auszurichten vermag und eine Last für seinen Herrn ist; womit er ihn auch beauftragt, er bringt kein gutes Ergebnis. Gleicht er etwa dem, der Gerechtigkeit gebietet und auf einem geraden Weg ist? (Sure 16:76 - an-Nahl)
Wie der Vers darauf hinweist, sind offensichtlich die, die sich 'auf dem rechten Weg' befinden, diejenigen, welche ihre Religion ernst nehmen, in bewusster Gottesfurcht leben, geistlichen Werten Bedeutung beimessen und eifrig bestrebt sind, der Menschheit von Nutzen zu sein. Allgemein gesprochen sind solche Leute dazu da, der Menschheit zu dienen, und die Menschheit bezieht großen Nutzen von ihnen. Aus diesem Grund ist es sehr wichtig für Menschen, über die wahre Religion zu erfahren und entsprechend der moralischen Grundsätze zu leben, die im Quran, der letzten Offenbarung Allahs, dargelegt wurden. Im Quran stellt Allah die Verhaltenswei-sen jener Menschen heraus, die dieser hohen Ethik entsprechend leben:
... und sicherlich hilft Allah dem, der für Ihn eintritt; Allah verfügt über absolute Stärke und Macht. Denen, die, wenn Wir ihnen eine Stellung auf Erden geben, den Gottesdienst einrichten und die Wohlfahrtsabgaben entrichten und das Erstrebenswerte gebieten und das Verabscheuungswürdige verbieten. Doch Allah bestimmt den Ausgang aller Dinge. (Sure 22:40, 41 - al-Hadsch)



Allah befiehlt uns, Gutes zu tun
Ein Muslim ist jemand, der die Gebote Allahs einhält und gewissenhaft versucht, sein Leben entsprechend der Ethik, des Friedens und der Harmonie zu gestalten, die der Quran propagiert, welche die Welt zu einem schöneren Platz machen und zu wahrem Fortschritt führen. Sein Ziel ist es, die Menschen zum Schönen, zur Güte und zum Wohlsein zu führen. Im Quran heißt es:
... tue Gutes, so wie Allah dir Gutes getan hat, und trachte nicht nach Korruption auf der Erde; sicherlich liebt Allah die Unheilstifter nicht! (Sure 28:77 - al-Qasas)

Diejenigen, die das Leben von Zivilisten und ins besondere von Kindern bedrohen, sollten sich die Frage stellen: Welches Verbrechen verübten diese Kinder? Glauben sie etwa, dass sie für eine, gegen unschuldige Menschen begangene Grausamkeit in der Gegenwart Gottes keine Rechenschaft ablegen müssen?
Jemand, der den islamischen Glauben annimmt, wünscht Allahs Wohlgefallen und Barmherzigkeit zu gewinnen und Zugang zum Paradies zu finden. Darum muss er sich ernsthaft bemühen und während er in dieser Welt lebt sich eine Moral zueigen machen, die vor Allah vertretbar ist. Die deutlichsten Erscheinungen solch einer Moral sind Barmherzigkeit und Anteilnahme, Gerechtigkeit, Ehrlichkeit, die Bereitschaft zu vergeben, Demut, Geduld und Opferbereitschaft. Der Gläubige zeigt sich seinen Mitmenschen gegenüber zuvorkommend, versucht, Gutes zu tun und Güte zu verbreiten. In Seinem heiligen Wort befiehlt Allah:
Und Wir erschufen die Himmel und die Erde und was zwischen beiden ist nicht anders als in Realität, und die Stunde wird sicherlich kommen! Sei daher bereit, mit großmütiger Nachsicht zu vergeben. (Sure 15:85 - al-Hidschr) ... und erweist den Eltern Wohltätigkeit, sowie den Verwandten, den Waisen, den Bedürftigen, dem nahen und dem fernen Nachbarn, dem Weggefährten, dem Reisenden und den Leibeigenen. Gewiss liebt Allah den nicht, der arrogant und selbstherrlich ist. (Sure 4:36 - an-Nisa)
... Unterstützt euch gegenseitig in Rechtschaffenheit und Gottesfurcht und ermutigt einander nicht zur Sünde und Feindschaft und fürchtet Allah; Allah ist gewiss streng im Vergelten. (Sure 5:2 - al-Ma'ida)
Wie aus diesen Versen klar hervorgeht, möchte Allah, dass diejenigen, die an Ihn glauben, sich ihren Mitmenschen gegenüber zuvorkommend verhalten und miteinander zusammenarbeiten, wo es darum geht, das Gute zu fördern und das Üble zu vermeiden. In einem anderen Vers erklärt Allah: 'Wer etwas Gutes vollbracht hat, dem wird es zehnfach vergolten und wer sich Übles zu Lasten kommen ließ, dem wird es nur im gleichen Maß vergolten. Und es geschieht ihnen kein Unrecht.' (Sure 5:2 - al-Mai'da)
In Seinem Buch beschreibt Allah Sich Selbst als den, Der weiß, was 'im Innersten der Brust' verborgen ist, und warnt die Menschen, 'alles Übel zu vermeiden'. Ein Muslim, was soviel bedeutet als 'jemand der sich Allah ergeben hat', muss daher offensichtlich ein Mensch sein, der sein bestes tun wird, den Terrorismus zu bekämpfen.

In der moralischen Lehre des Islams sind die wichtigsten Eigenschaften Liebe, Mitgefühl, gegenseitige Unterstützung, Opferbereitschaft, Toleranz und Nachsicht. In einer Gesellschaft, in der diese Ethik in Wahrheit realisiert wird, können Gewalttätigkeit und Konflikt nicht Fuß fassen.
Ein Muslim verhält sich gegenüber den Ereignissen, die um ihn herum geschehen, nicht unbeteiligt, und wird niemals die Einstellung haben, dass nichts von Bedeutung ist, solange es ihm nicht schadet, und zwar deshalb, weil er sich Allah ergeben hat. Er ist Sein 'Stellvertreter' und ein Botschafter des Guten, und kann somit in der Gegenwart von Grausamkeiten und Terrorismus nicht unbeteiligt zusehen. In der Tat, der Muslim ist der größte Feind des Terrorismus, durch den Menschen getötet werden, die kein Unrecht getan haben. Der Islam ist gegen alle Erscheinungsformen des Terrorismus und ist bestrebt, ihn von vornherein, d.h. schon auf der Ebene der Idee zu verhindern. Er fordert, dass zwischen den Menschen Frieden und Gerechtigkeit vorherrschen und gebietet dem Menschen Zwietracht, Konflikt und Böses zu vermeiden.

Allah befiehlt uns, gerecht zu sein
Die wahre Gerechtigkeit, die im Quran beschrieben wird, befiehlt dem Menschen, gerecht zu sein, nicht unter Menschen zu diskriminieren, die Rechte der Menschen zu schützen, unter keinen Umständen Gewalttätigkeit zu billigen, dem Unterdrückten gegen den Unterdrücker beizustehen und dem Bedürftigen zu helfen. In der Entscheidung eines Streits erfordert es diese Gerechtigkeit, dass die Rechte beider Parteien gewahrt werden, dass alle Gesichtspunkte des Konflikts beurteilt werden, dass keinerlei Vorurteile einen Einfluss ausüben, und dass Objektivität, Ehrlichkeit, Toleranz, Barmherzigkeit und Anteilnahme geübt werden. Jemand z.B., der Ereignisse nicht in gemäßigter Weise beurteilen kann und zwischen seinen Gefühle und Emotionen schwankt, wird nicht in der Lage sein, vernünftige Entscheidungen zu treffen und unter dem Einfluss solcher Gefühle bleiben. Jedoch jemand, der mit Gerechtigkeit vorgeht, muss all seine persönlichen Gefühle und Ansichten beiseite legen. Er muss alle Parteien mit Gerechtigkeit behandeln, wenn sie um Hilfe bitten, um unter allen Umständen die Seite des Rechts zu vertreten und nicht vom Weg der Ehrlichkeit und Wahrhaftigkeit abzuweichen. Man sollte die Werte des Qurans in solcher Weise verinnerlichen, dass man in der Lage ist, die Interessen anderer Menschen vor den eigenen zu berücksichtigen, und Gerechtigkeit zu verfechten, selbst wenn dies nachteilig für die eigenen Interessen ist.
Im 42. Vers der 5. Sure (al-Ma'ida) befiehlt Allah: '... wenn du Recht sprichst, richte zwischen ihnen in Gerechtigkeit.' An anderer Stelle befiehlt Allah den Gläubigen gerecht zu handeln, selbst wenn es sich gegen sie selbst richtet:

O ihr, die ihr glaubt, errichtet die Gerechtigkeit (als ein Leitprinzip)! Seid Zeugen für Allah, selbst wenn es sich gegen euch selbst oder euere Eltern und Verwandten richtet, ob arm oder reich, Allah ist beiden näher. Und folgt nicht den Begierden, die euch vom Recht abwenden. Wenn ihr die Wahrheit verdreht oder euch davon abwendet, so ist es Allah sicherlich bekannt, was ihr tut. (Sure 4:135 - an-Nisa)
Allah gibt im Quran eine ausführliche Darstellung der Gerechtigkeit und weist die Gläubigen an, welche Haltung sie angesichts der Ereignisse, die ihnen begegnen, einnehmen müssen, und auf welche Weise die Gerechtigkeit auszuüben ist. Solch eine Anleitung ist eine Gnade Allahs und eine große Erleichterung für die Gläubigen. Aus diesem Grund sind die, die glauben, dafür verantwortlich, kompromisslose Gerechtigkeit walten zu lassen, sowohl um Allahs Wohlgefallen zu erlangen, als auch um ihr Leben in Frieden und Sicherheit zu führen.
Die Gerechtigkeit, die Allah im Quran befiehlt, ist die Gerechtigkeit, die einheitlich auf alle Menschen, ohne Anbetracht der Sprache, Rasse oder Kultur anzuwenden ist. Die Gerechtigkeit im Sinn des Qurans ändert sich nicht je nach dem Ort, der Zeit und den Menschen. Auch in unserer Zeit gibt es Menschen in allen Teilen der Welt, die grausamer und ungerechter Behandlung aufgrund ihrer Hautfarbe oder Rasse ausgesetzt sind.
Allah informiert uns jedoch im Quran, dass der Zweck in der Schöpfung unterschiedlicher Stämme und Völker ist, 'dass sie einander kennenlernen'. Unterschiedliche Nationen oder Völker, die alle Allahs Untertanen sind, sollten sich kennenlernen, d.h. ihre unterschiedlichen Kulturen, Sprachen, Traditionen und Fähigkeiten erforschen. Kurz gesagt, der Zweck der Schöpfung der verschiedenen Rassen und Nationen ist nicht Konflikt und Krieg, sondern kulturelle Bereicherung. Solche Abwechslungen sind eine Gabe der Schöpfung Gottes. Die Tatsache, dass einer größer als ein anderer ist, oder dass seine Haut gelb oder weiß ist, gibt ihm weder eine höhere Stellung über andere, noch einen Grund sich zu schämen. Jeder Charakterzug einer Person ist ein Ergebnis der zweckmäßigen Schöpfung Gottes, doch in Allahs Sicht haben diese Variationen keine wertbestimmende Bedeutung. Der Gläubige weiß, dass Vorrang nur in der Furcht Gottes und durch Standfestigkeit im Glauben an Allah erreichbar ist. Auf diese Tatsache wird im folgenden Vers hingewiesen:
O ihr Menschen! Wir erschufen euch aus einem männlichen und einem weiblichen Wesen und machten euch zu Gemeinschaften und Stämmen damit ihr euch gegenseitig erkennen mögt. Der Vortrefflichste unter euch vor Allah ist der Gottesfürchtigste. Allahs Wissen ist wahrlich absolut; es ist Ihm alles bekannt . (Sure 49:13 - al-Hudschurat)
Wie Allah uns in dem Vers zu verstehen gibt, erfordert das von Ihm empfohlene Verständnis der Gerechtigkeit, eine einheitliche, tolerante und wohlwollende Behandlung aller, ohne jegliche Diskriminierung.
Abneigung gegen eine Gruppe hindert die Gläubigen nicht daran, Gerechtigkeit walten zu lassen
Hass und Zorn sind die Hauptquellen des Übels, und werden sehr leicht zum Hindernis daran, gerechte Entscheidungen zu treffen, klare Gedanken zu fassen und sich vernünftig zu verhalten. Der Mensch neigt dazu, anderen, denen er feindselig gesinnt ist, alle Arten des Unrechts zuzufügen. Er mag jenen Taten vorwerfen, die sie nie begangen haben, oder falsche Aussagen gegen sie machen, obgleich ihm deren Unschuld bekannt ist. Aufgrund solcher Feindschaften können Menschen zum Opfer unerträglicher Unterdrückung werden. Einige Menschen verweigern anderen, mit denen sie Meinungsverschiedenheiten haben, entlastende Zeugenaussagen, obwohl sie wissen, dass jene unschuldig sind, oder halten Beweise zurück, welche jene entlasten würden. Zudem genießen sie Schadenfreude an dem Elend, Unrecht oder Leiden, dem jene Menschen dann ausgesetzt sind, und andererseits ist ihre größte Beunruhigung, dass sich die Unschuld jener Menschen erweisen könnte und ihnen Gerechtigkeit widerfahren möge.
Aus diesen Gründen ist es für Menschen in korrupten Gesellschaften sehr schwierig einander zu vertrauen. Die Menschen fürchten sich davor, dass sie irgendwann von irgend jemandem zu Fall gebracht werden. Da sie gegenseitiges Vertrauen verloren haben, verlieren sie auch menschlichen Regungen, wie Toleranz, Mitgefühl, Brüderlichkeit und das Gefühl der Zusammengehörigkeit, und beginnen, Abneigung gegeneinander zu entwickeln.
Die Gefühle jedoch, die jemand in seinem Herzen gegenüber einer Person oder einer Gemeinschaft hegt, sollten nie die Entscheidungen eines Gläubigen beeinflussen. Ungeachtet dessen, wie unmoralisch oder feindseelig die Person, deren Angelegenheit er betrachtet, sein mag, legt der Gläubige alle persönlichen Gefühle beiseite, und handelt und entscheidet gerecht und empfiehlt das, was gerecht ist. Seine Gefühle gegenüber jener Person werfen keinen Schatten auf seine Weisheit und Gewissenhaftigkeit. Sein Gewissen inspiriert ihn stets, Allahs Geboten und Ermahnungen zu entsprechen, und niemals Anstand und Höflichkeit ausser Acht zu lassen, weil Gott das im Quran befohlen hat. Folgender Vers bestätigt das:
O ihr, die ihr glaubt, seid standhaft für Allah als Zeugen in Gerechtigkeit, und lasst eure Abneigung gegen gewisse Leute euch nicht dazu hinreißen Ungerechtigkeit zu begehen. Seid gerecht - es entspricht mehr der Furcht Gottes. Seid euch Allahs Gegenwart bewusst. Allah ist es sicherlich bekannt, was ihr tut. (Sure 5:8 - al-Ma'ida)
Wie in dem Vers dargelegt, entspricht es am ehesten der Furcht Gottes, eine gerechte Haltung einzunehmen. Ein gläubiger Mensch weiß, dass er Allahs Wohlgefallen nur erreichen wird, wenn er gerecht handelt. Jeder, der Zeuge seines guten Charakters wird, vertraut diesem Menschen, fühlt sich wohl in seiner Gegenwart und betraut ihn mit jeder Verantwortlichkeit und Aufgabe. Solche Menschen werden selbst von ihren Feinden mit dem Respekt behandelt. Ihre Einstellung mag sogar manche Menschen zum Glauben an Gott führen.

Der Islam verteidigt geistige Freiheit
Der Islam ist eine Religion, welche die Freiheit der Ideen, des Gedankens und des Lebens gewährt. Im Islam bestehen Gebote zur Verhinderung und Unterbindung von Spannungen, Streitigkeiten, übler Nachrede und selbst negativen Gedanken unter den Menschen. Im gleichen Maß wie der Islam Terror und jegliche Form der Gewalttätigkeit ablehnt, untersagt er, selbst die geringfügigste Anwendung von jeglichem ideologischen Zwang.
Es besteht kein Zwang in der Religion! Korrektes Verhalten wurde nunmehr klar gegen Verirrung abgegrenzt... (Sure 2:256 - al-Baqara)
So ermahne! Deine Aufgabe ist es nur zu ermahnen. Du kannst sie nicht zwingen. (Sure 88:21 f - al-Ghaschija)

Ungeachtet dessen, welcher Religion oder Glaubensrichtung ein anderer Mensch angehören mag, sei er ein Jude, Christ, Buddhist oder Hindu, die Muslime werden im Quran dazu angehalten, ihm gegenüber tolerant und nachsichtig zu sein, und ihn gerecht und menschlich zu behandeln.
Jemanden zu zwingen, an eine Religion zu glauben oder ihre Glaubensformen und Praktiken anzunehmen, widerspricht völlig dem Geist und Wesen des Islams, dem gemäß wahrer Glaube nur aus freiem Willen und unter absoluter Gewissensfreiheit möglich ist. Natürlich können Muslime sich gegenseitig dazu anhalten und ermutigen, die moralischen Grundsätze des Qurans zu verwirklichen; alle Gläubigen sind damit betraut, den Menschen den ethischen Reichtum des Qurans in unaufdringlicher, ansprechender Weise zu eröffnen. In Einklang mit dem folgenden Vers sind sie dazu aufgefordert, die Schönheiten der Religion zu erläutern: 'Lade zum Weg deines Herrn mit Weisheit und schöner Ermahnung ein...' (Sure 16:125 - an-Nahl). Gleichzeitig jedoch müssen sie sich auch dieses Verses bewusst sein: 'Du bist nicht dafür verantwortlich, dass sie der Führung folgen, sondern Allah leitet recht, wen Er will...' (Sure 2:272 - al-Baqara). Sie werden nie zu Zwangsmitteln greifen oder irgendeinen äußerlichen oder psychologischen Druck ausüben, noch werden sie versuchen, jemanden mit weltlichen Privilegien zur Religion zu locken. Wenn sie eine negative Erwiderung auf ihr Einladen erfahren, werden die Muslime im Sinn der Sure al-Kafirun reagieren, die mit diesen Worten schließt: 'Euch sei eure Religion und mir die meine' (Sure 109:6 - Al Kafirun).
Die Welt, in der wir leben, enthält Gesellschaften aller Religionen und Überzeugungen: Christliche, jüdische, buddhistische, hinduistische, atheistische, deistische und selbst heidnische Naturreligionen. Muslime, die in solch einer Welt leben, müssen tolerant gegenüber allen Glaubensrichtungen sein, auf die sie treffen mögen und eine nachsichtige, gerechte und humanitäre Verhaltensweise an den Tag legen. Es ist eine Verantwortlichkeit der Gläubigen, die Menschen zur Schönheit der Religion Allahs einzuladen, indem sie Frieden und Toleranz fördern. Die Entscheidung, diese Qualitäten anzunehmen oder abzulehnen - zu glauben oder sich abzuwenden - liegt bei den anderen. Jene zum Glauben zu zwingen oder zu versuchen, ihnen etwas aufzudrängen, ist eine Verletzung der quranischen Ethik. In der Tat, Allah weist die Gläubigen im Quran darauf hin:
Und hätte dein Herr es gewollt, so würden insgesamt alle, die auf Erden leben, glauben. Willst du dann die Menschen unter Zwang zu Gläubigen machen? (Sure 10:99 - Yunus)
Wir wissen bestens, was sie sagen, doch du hast keine Zwangsgewalt über sie. So ermahne den, der Meine Verheißung fürchtet mit dem Quran. (Sure 50:45 - Qaf)
Ein Gesellschaftsmodell, in dem die Menschen gezwungen werden religiösen Verpflichtungen nachzukommen, ist dem Islam völlig konträr. Glaube und Gottesdienst können nur dann einen Wert haben, wenn sie Gott aus freier individueller Willensentscheidung heraus dargebracht werden. Wenn ein System die Menschen zum Glauben und zur Verrichtung religiöser Pflichten zwingt, sind die Menschen nur aus Furcht vor diesem System 'fromm'. Religion kann aus ihrer eigenen Sicht heraus nur dann Gültigkeit haben, wenn sie in einer Umgebung der Gewissensfreiheit gelebt wird und Gottes Wohlgefallen zum Ziel hat.
Die Geschichte des Islams ist voll von Beispielen toleranter muslimischer Herrscher, die alle Religionen respektierten und persönlich für die Errichtung religiöser Freiheit eintraten. Thomas Arnold, ein im Dienst der indischen Regierung tätiger britischer Missionar, beschrieb die liberale Einstellung des Islams in diesen Worten:
... Es sind jedoch keinerlei organisierten Versuche, einer Konvertierung der nicht- muslimischen Bevölkerung zum Islam, oder einer systematischen Verfolgung, um die christliche Religion zu vertilgen, bekannt. Hätten die Kalifen beschlossen, eine dieser Verfahrensweisen anzuwenden, so hätte das Christentum ebenso einfach verfolgt werden können, wie Ferdinand und Isabella den Islam aus Spanien vertrieben haben, oder wie Louis XIV den Protestantismus in Frankreich strafbar machte, oder wie die Juden 350 Jahre lang von England gebannt worden waren. Die östlichen Kirchen in Asien waren von der Gemeinschaft mit dem Rest des Christentums völlig abgeschnitten, und niemand hat je in Bezug auf sie einen Finger erhoben, um sie als häretische Gemeinschaften anzuprangern. Das tatsächliche Überleben dieser Kirchen bis in die heutige Zeit ist ein starker Beweis der allgemein toleranten Haltung der mohammedanischen Regierungen ihnen gegenüber.1

Im Jahr 1492 n. CH. wurden die Juden, die ablehnten, zum Christentum überzutreten, von König Ferdinand und Königin Isabella aus Spanien verbannt (oben). Die Juden wurden im Osmanischen Reich aufgenommen, das ihnen zu einem Zufluchtsort islamischer Gerechtigkeit und Toleranz wurde.
 

Allah verbietet die Tötung unschuldiger Menschen
Einen Mensch ohne gerechtfertigten Grund zu töten, ist eine der größten Sünden, die der Quran beschreibt:
... dem, der einen Menschen, ohne dass dieser einen Mord begangen oder Korruption im Lande gestiftet hat, tötet, es angerechnet werden soll, als hätte er die ganze Menschheit getötet. Und dem, der ein Leben erhält, soll es angerechnet werden, als hätte er die ganze Menschheit am Leben erhalten. Und unsere Gesandten kamen zu ihnen mit deutlichen Beweisen, doch selbst dann ergingen sich viele von ihnen daraufhin in Maßlosigkeiten auf Erden. (Sure 5:32 - al-Ma'ida)
Und die, die keine anderen Götter neben Allah anrufen und kein Menschenleben töten, das Allah unantastbar gemacht hat, es sei denn entsprechend des Rechts, und die keine Unzucht betreiben. Wer dies jedoch tut, begegnet einer schmerzliche Strafe. (Sure 25:68 - al-Furqan)
Wie aus den obigen Versen ersichtlich, droht denjenigen, die unschuldige Menschen ohne Grund töten, eine drastische Strafe. Allah teilt uns mit, dass vor Ihm die Tötung einer einzigen Person ebenso verwerflich ist, wie die Tötung der ganzen Menschheit. Niemand, der die von Allah gesetzten Grenzen respektiert, kann auch nur einem Mensch Schaden zufügen, geschweige denn Tausende unschuldige Menschen massakrieren. Diejenigen, die annehmen, sie könnten dem Gericht und der Bestrafung in dieser Welt entgehen, werden letztlich nie erfolgreich sein, denn sie werden in der Gegenwart Allahs Rechenschaft für ihre Taten ablegen müssen. Aus diesem Grund sind die Gläubigen, die wissen, dass sie nach ihrem Tode Rechenschaft für ihre Taten ablegen müssen, sehr bedacht, die Grenzen Allahs nicht zu überschreiten.
Allah befiehlt den Gläubigen, mitleidsvoll und barmherzig zu sein
Im folgenden Vers wird die islamische Ethik erklärt:
Dann wird er zu denen gehören, die glauben und einander zu Geduld und Barmherzigkeit anhalten: Das sind die Gefährten der Rechten. (Sure 90:17-18 - al-Balad)
Wie aus diesem Vers ersichtlich, ist eine der wichtigsten Eigenschaften der Moralität, die den Gläubigen am Tag des Gerichts zur Errettung und zum Eingang ins Paradies verhelfen wird, 'denen zuzugehören, die einander zu Geduld und Barmherzigkeit anhalten'.


Die Ethik des Islams stellt allen Menschen ein friedvolles Leben, Wohlsein, Liebe und Freude in Aussicht...
Die wahre Quelle der Barmherzigkeit ist die Liebe zu Allah. Die Liebe eines Menschen zu Allah führt ihn dazu, dass er auch für die Geschöpfe, die Er erschaffen hat, Liebe empfindet. Jemand, der Allah liebt, empfindet eine direkte Verbundenheit und Nähe zu den Dingen, die Er erschaffen hat. Diese starke Liebe und Nähe, die er für seinen Herrn empfindet, der ihn und die gesamte Menschheit erschaffen hat, leitet ihn an, moralische Vorzüge aufzuzeigen, wie sie im Quran befohlen werden. Wahre Barmherzigkeit tritt zutage, indem er diese Moral lebt. Dieses Modell der Moralität, das eine Fülle der Liebe, Barmherzigkeit und Opferbereitschaft beinhaltet, wird in diesen Versen beschrieben:
Und die unter euch, die gut gestellt und vermögend sind, sollen nicht schwören, Verwandten, Bedürftigen und denen, die um Allahs Willen ausgewandert sind, nichts zu geben, sondern sie sollen nachsichtig sein und vergeben. Wäre es euch nicht lieb, dass Allah euch vergibt? Und Allah ist stets zur Vergebung bereit und überaus barmherzig. (Sure 24:22 - an-Nur)
Und die, die bereits in der Stätte (Medina) ansässig und im Glauben gefestigt waren, lieben die, welche auswanderten und bei ihnen Zuflucht nahmen, und fühlen in ihren Herzen kein Verlangen nach dem, was jenen zuteil wurde und geben ihnen den Vorzug über sich selbst, auch wenn sie dadurch selbst Mangel erleiden. Wer jedoch von seiner eigenen Habsucht erlöst ist, der hat wahren Erfolg erzielt. (Sure 59:9 - al-Haschr)
... die, die Zuflucht und Hilfe gewährten, sie sind die wahrhaft Gläubigen. Ihnen wird Vergebung und eine großzügige Versorgung zuteil. (Sure 8:74 - al-Anfal)
Und dient ausschließlich Allah und assoziiert nichts mit Ihm und erweist den Eltern Wohltätigkeit, sowie den Verwandten, den Waisen, den Bedürftigen, dem nahen und dem fernen Nachbarn, dem Weggefährten, dem Reisenden und den Leibeigenen. Gewiss liebt Allah den nicht, der arrogant und selbstherrlich ist. (Sure 4:36 - An-Nisa)
Die Wohlfahrtsabgaben sind bestimmt für die Armen und Bedürftigen sowie für die, die in der Verwaltung derselben beschäftigt sind, und für die, deren Herzen gewonnen werden sollen, zum Freikauf von Leibeigenen und zur Tilgung von Schulden, für Allahs Zwecke und für mittellose Reisende. Dies ist Allahs Gebot und Allah besitzt Wissen und Weisheit. (Sure 9:60 - at-Tauba)


... während der Terrorismus eine Gesellschaft anstrebt, in der Gewalttätigkeit, Furcht, Besorgnis und Chaos vorherrschen.
 
Diese hohe Stufe der Moral, die, wie im Quran beschrieben, von den Gläubigen verlangt wird, rührt von ihrer tiefen Liebe zu Allah. Aufgrund ihrer Hingabe an Ihn halten sie sich gewissenhaft an die moralischen Maßstäbe, die Allah im Quran niedergelegt hat. Die Gläubigen versuchen nie, den Menschen das Gefühl zu vermitteln, etwas schuldig zu sein, aufgrund der Anteilnahme die sie ihnen erweisen und der Hilfe, die sie ihnen anbieten - sie erwarten nicht einmal, dass ihnen gedankt wird. Ihr eigentliches Ziel ist, Allahs Wohlgefallen durch ihr moralisches Verhalten zu erlangen, da sie wissen, dass sie am Jüngsten Tag über die Befolgung dieser moralischen Gebote Rechenschaft ablegen müssen. Allah hat im Quran ausdrücklich offenbart, dass die Hölle der Lohn derer sein wird, die es bewusst ablehnen, durch ihre Lebensweise die Ethik des Quran zu verwirklichen:
'Was hat euch in das Höllenfeuer gebracht?' Sie werden antworten: 'Wir waren nicht unter denen die ihre Gebete verrichteten, und denen, die die Armen speisten. (Sure 74:42-44 - al-Muddaththir)
'Ergreift ihn und fesselt ihn! Dann lasst ihn das Feuer spüren! Dann legt ihn in eine Kette von siebzig Gliedern und führt ihn hinein! Er war es, der nicht an Allah, den Erhabenen glaubte, noch sich um die Speisung der Notdürftigen bemühte. (Sure 69:30-34 - al-Haqqa)
Hast du den gesehen, der die Vergeltung leugnet? Es ist nämlich derjenige, der den Waisen abweist und die Speisung der Notdürftigen nicht fördert. (Sure 107:1-3 - Al Ma'un)
Noch ermahnt ihr einander, die Notdürftigen zu Speisen. (Sure 89:18 - Al Fadschr)
Wie aus den obigen Versen hervorgeht, besitzt der Muslim, der im Quran beschrieben wird, eine liebevolle und mitfühlende Natur. Niemand, der diese moralischen Qualitäten besitzt, kann Terrorismus oder Gewalttaten, die gegen unschuldige Menschen gerichtet sind, billigen. Die Charakterzüge der Terroristen sind genau das Gegenteil der quranischen Moralität. Ein Terrorist ist ein rücksichtsloser Mensch, der die Welt mit Hass betrachtet und morden, zerstören und Blut vergießen will.
Ein Muslim, der in der Ethik, wie sie im Quran offenbart wurde, erzogen wird, nähert sich jedem mit der im Islam geforderten Liebe, er respektiert alle möglichen Ideen und ist stets bemüht Harmonie zu stiften, wo Zwietracht herrscht, Spannungen zu verringern, alle Seiten zu berücksichtigen und sich gemäßigt zu verhalten. In Gesellschaften, die sich aus derartigen Menschen zusammensetzen, herrscht eine höher entwickelte Kultur, die Menschen erfreuen sich eines höheren Niveaus an sozialer Ethik, Harmonie, Gerechtigkeit und Wohlstand als selbst in den modernsten Staaten der heutigen Welt beobachtet werden können.

Islamische Moralität gebietet den Muslimen, die Rechte der Waisen und der Armen und Notleidenden zu schützen, sich gegenseitig zu unterstützen und einander wohlgesinnt zu sein.
Allah hat Nachsicht und Toleranz befohlen
Das Konzept der Nachsicht und Toleranz, das in den Worten 'Übe Nachsicht' (Sure 7:199 - al-A'raf) beschrieben ist, gehört zu den grundsätzlichsten Lehren des Islams.
Wenn man die islamische Geschichte betrachtet, kann man sehr klar erkennen, wie Muslime dieses wichtige Element der quranischen Ethik in die Praxis des sozialen Lebens übersetzt haben. Wie wir in später folgenden Teilen dieses Buchs im Einzelnen betrachten werden, haben die Muslime überall dort, wohin sie gelangten eine Atmosphäre der Freiheit und Toleranz mit sich gebracht. Sie ermöglichten es Menschen mit völlig unterschiedlichen Religionen, Sprachen und Kulturen, in Frieden und Harmonie unter einem Dach zusammen zu leben, wobei Sicherheit und Freiheit für jedes Mitglied der Gesellschaft gewährleistet waren. Damit boten sie denen, die von ihnen abhängig waren, die Vorteile des Wissens, des Wohlstands und einer gleichen und sozialen Position. Einer der wichtigsten Gründe für das jahrhundertelange Bestehen des Osmanischen Reichs, das sich über weite Gebiete erstreckte, war die Atmosphäre der Toleranz und des Verständnisses, die dem Islam zueigen ist. Die Muslime, die sich jahrhundertelang durch ihre Toleranz und zuvorkommende Natur auszeichneten, waren stets die gerechtesten und barmherzigsten Herrscher. Innerhalb dieses multinationalen Gefüges konnten alle ethnischen Gruppen frei entsprechend ihrer eigenen Religionen und Traditionen leben.

In Gesellschaften, in denen die islamische Ethik realisiert wird, können Kirchen, Moscheen und Synagogen voll funktionsfähig friedlich nebeneinander bestehen. Diese Ansicht von drei Andachtsstätten in einem Asyl für Obdachlose zeigt, wie das Streben nach Frieden durch die, in der moralischen Lehre des Islams geforderte Toleranz und Gerechtigkeit verwirklicht wird.
Toleranz im wahren Sinn kann der Welt nur Frieden und Wohl bringen, wenn sie entsprechend der Richtlinien realisiert wird, wie sie im Quran dargelegt sind. Auf diese Tatsache weist der folgende Vers hin: 'Eine gute Handlung und eine üble gleichen sich bestimmt nicht. Weise das Üble mit etwas Besserem zurück, so wird derjenige, zwischen dem und dir Feindschaft bestand, wie ein inniger Freund werden.' (Sure 41:34 - Fussilat).
Gott hat Nachsicht und Vergebungsbereitschaft im Quran durchwegs als eine vorzügliche Eigenschaft beschrieben und im folgenden Vers hat Er die erfreuliche Verheißung gegeben, dass dementsprechendes Verhalten belohnt wird: 'Und die Vergeltung für eine üble Handlung ist ihresgleichen übel. Doch wer Nachsicht übt und Schlichtung erstrebt, dessen Belohnung obliegt Allah; Er liebt gewiss nicht die, die Unrecht begehen.' (Sure 42:40 - Asch-Schura). In einem anderen Vers hat Er die Gläubigen so beschrieben: 'Die, die sowohl im Wohlstand als auch in der Not spenden, ihren Ärger überwinden und Nachsicht gegen die Menschen üben. Allah liebt die, die Gutes tun.' (Sure 3:134 - Al-Imran). Allah offenbart im Quran, dass es ein tugendhaftes Verhalten ist, jemanden zu verzeihen, selbst wenn er Unrecht begangen hat. Ein Vers zu diesem Thema lautet:
... Und es wird nie enden, dass du auf Verrat ihrerseits stößt, von wenigen Ausnahmen abgesehen. Doch sei nachsichtig gegen sie und vergib ihnen! Gewiss liebt Allah die, die Gutes tun. (Sure 5:13 - al-Ma'ida)
All dies zeigt, dass die Moralität, die der Islam der Menschheit empfiehlt, der Welt die Tugenden des Friedens, der Harmonie und Gerechtigkeit bringt. Die Barbarei, die als Terrorismus bekannt ist und gegenwärtig die ganze Welt so sehr beschäftigt, ist das Werk ignoranter und fanatischer Menschen, die der Ethik des Quran vollständig entfremdet sind, und absolut nichts mit Religion zu tun haben. Die Antwort zu diesen Individuen und Gruppen, die versuchen, ihre Grausamkeiten unter dem Deckmantel der Religion zu vollbringen, ist die wahre Moralität die der Quran lehrt. In anderen Worten, der Islam und die Ethik des Quran sind die Erlösung vom Fluch des Terrorismus und nicht seine Verfechter.

'KRIEG' IM QURAN


Entsprechend dem Quran stellt der Krieg eine 'unerwünschte Verpflichtung' dar, der unter strenger Einhaltung bestimmter humanitärer und moralischer Maßregeln nachgegangen werden muss, und Krieg darf nur dann geführt werden, wenn er absolut unvermeidlich ist.
In einem Vers wird erklärt, dass es die Ungläubigen sind, die Kriege beginnen, u1nd dass Allah Kriege nicht befürwortet:
...So oft sie das Feuer des Kriegs anfachen, löscht Allah es. Und sie trachten danach auf Erden Verderben zu stiften, doch Allah liebt die Unheilstifter nicht. (Sure 5:64 - al-Ma'ida)
Im Falle eines Konfliktes müssen die Gläubigen abwarten, bis die Kampfaktion notwendig wird. Die Gläubigen dürfen nur dann kämpfen, wenn die andere Seite angreift und sie keine andere Alternative als den Krieg haben: 'Wenn sie jedoch ablassen, so ist Allah nachsichtig und barmherzig.' (Sure 2:192 - al-Baqara).
Eine genauere Betrachtung des Lebens des Propheten Muhammad eröffnet, dass der Krieg ein Mittel war, auf das nur in unvermeidbaren Situationen zum Zweck der Verteidigung zurückgegriffen wurde.
Der Quran wurde dem Propheten Muhammad über eine Zeitspanne von 23 Jahren offenbart. Während der ersten 13 Jahre dieser Periode lebten die Muslime als Minderheit unter der heidnischen Gesellschaftsordnung in Mekka und waren großer Unterdrückung ausgesetzt. Viele Muslime wurden belästigt, misshandelt, gefoltert, und selbst ermordet und ihre Häuser und Besitztümer wurden geplündert. Trotz dessen jedoch führten die Muslime ihr Leben, ohne darauf durch irgendwelche Gewalttätigkeit zu reagieren und riefen die Heiden stets zum friedlichen Zusammenleben auf.

Ansicht des heutigen Medina, der Stadt, wohin der Prophet Muhammad und die Muslime auswanderten, und wo sie ihre eigene Gesellschafts-ordnung errichteten.
Als sich die Ausschreitungen der Heiden bis zur Unerträglichkeit steigerten, wanderten die Muslime nach der Stadt Jasrib aus, die später auf den Namen Medina umbenannt werden sollte, wo sie ihre eigene Gesellschaftsordnung in einer freieren und freundlicheren Umgebung errichten konnten. Selbst als sie ihr eigenes politisches System errichtet hatten, ließ dies sie nicht dazu hinreißen, Waffen gegen die aggressive Heiden von Mekka aufzunehmen. Erst nach der folgenden Offenbarung befahl der Prophet seinen Leuten, sich für den Krieg zu rüsten:
Den Kämpfern ist die Erlaubnis gegeben - weil ihnen Unrecht angetan wurde - und Allah hat gewiss die Macht, ihnen zu helfen; jenen, die rechtlos aus ihren Wohnstätten vertrieben wurden, nur weil sie bekannten: 'Unser Herr ist Allah!'... (Sure 22:39, 40 - al-Hadsch)
Kurz gesagt, den Muslimen wurde deshalb erlaubt, Krieg zu führen, weil sie unterdrückt und Gewalttätigkeiten ausgesetzt worden waren. Allah gab die Erlaubnis für den Krieg zu Verteidigungszwecken. In anderen Versen werden die Muslime vor unnötiger Provokation oder Gewaltanwendung gewarnt:
Und kämpft um Allahs Willen gegen die, die euch bekämpfen, doch begeht keine Ausschreitungen; Allah liebt gewiss nicht die, die das Maß überschreiten. (Sure 2:190 - al-Baqara)
Nach der Offenbarung dieser Verse ereigneten sich Kriege zwischen den Muslimen und heidnischen Arabern. Keiner dieser Kriege jedoch, wurde von den Muslimen eingeleitet. Zudem errichtete der Prophet Muhammad eine sichere und friedvolle soziale Umgebung für die Muslime sowie für die Heiden, indem er den Friedenspakt von Hudaibija schloss, in dem den meisten Forderungen der Heiden nachgegeben wurde. Wiederum waren es die Heiden, die die Bedingungen der Vereinbarung verletzten und erneut Aggressionen begingen. Durch die schnell anwachsenden Übertritte zum Islam musterten die Muslime eine große Streitmacht gegen die heidnischen Araber an, doch der Prophet Muhammad eroberte Mekka ohne Blutvergießen und übte äußerste Nachsicht. Hätte er es gewollt, so hätte er Rache an den heidnischen Führern der Stadt nehmen können, statt dessen krümmte er keinem von ihnen ein Haar, verzieh ihnen und behandelte sie mit äußerster Toleranz. John Esposito, der im Westen als ein Experte auf dem Gebiet des Islams gilt berichtete die Situation in den folgenden Worten: 'Der Prohet vermied Rache und Plünderung nach seinem Sieg und akzeptierte ein Abkommen, das seinen früheren Feinden Amnestie gewährte, anstatt das Schwert gegen sie zu erheben.' 2

Die Kaaba, zu der jedes Jahr fast zwei Millionen Muslime von den vier Enden der Welt pilgern, ist ein Symbol des Friedens und der Toleranz, welche in der islamischen Lehre integriert sind.
Heiden, die später aus freiem Willen zum Islam übertraten, könnten nicht umhin, den edlen Charakter des Propheten zu bewundern.
Nicht nur während der Eroberung von Mekka, sondern auch im Verlauf aller Schlachten und Eroberungen, die sich zu der Zeit des Propheten Muhammad zutrugen, wurden die Rechte der Unschuldigen und Wehrlosen sorgfältig gewahrt. Der Prophet erinnerte die Gläubigen oft an diese Verpflichtung und wurde durch sein eigenes Verhalten ein Vorbild dem viele folgten. In der Tat, er richtete die folgenden Worte an die Gläubigen, die an die Front gingen: 'Haltet euch an die Religion Allahs, wenn ihr in den Krieg zieht. Tastet niemals die Senioren, Frauen und Kinder an. Erleichtert ihnen stets ihre Lage und seid freundlich zu ihnen. Allah liebt die, die aufrichtig sind.' 3 Der Gesandte Allahs legte auch eindeutig die Verhaltensregeln fest, denen die Muslime folgen müssen, selbst wenn sie mitten im Gefecht sind:
Tötet keine Kinder. Vermeidet es, Menschen anzutasten, die sich dem Gottesdienst in Andachtsstätten widmen! Tötet niemals Frauen und Senioren. Steckt weder Bäume in Brand noch fällt sie. Zerstört niemals Behausungen! 4
Die islamischen Grundsätze, die Allah im Quran niederlegte, erklären diese friedfertige und gemäßigte Politik des Propheten Muhammad. Allah befiehlt den Gläubigen im Quran, Nicht-Muslime freundlich und gerecht zu behandeln:
Allah verwehrt euch nicht, denen, die euch weder um eueres Glaubens willen bekämpft, noch euch aus eueren Häusern vertrieben haben, Güte und Gerechtigkeit zuteil werden zu lassen. Gewiss liebt Allah die Gerechten. Allah verbietet euch jedoch, jene zu befreunden, die euch um des Glaubens willen bekämpft und euch aus eueren Wohnstätten vertrieben und euere Austreibung unterstützt haben... (Sure 60:8, 9 - al-Mumtahina)
Die obigen Verse umreißen das Verhalten, das Muslime Nicht-Muslimen gegenüber annehmen sollten: Ein Muslim sollte alle Nicht-Muslime freundlich behandeln, doch vermeiden, Freundschaft mit denen zu schließen, die dem Islam feindselig gegenüberstehen. Wenn sich diese Feindseligkeit zu gewaltsamen Aggressionen gegen die Muslime ausweitet, d.h., wenn die Muslime bekriegt werden, sollten sie auf gerechte Weise reagieren, indem sie die humanitären Dimensionen der Situation in Betracht ziehen. Alle Formen der Barbarei, unnötige Gewalttaten und ungerechte Aggression sind verboten im Islam. In einem anderen Vers warnt Allah die Muslime davor und ermahnt sie, sich von ihrem Zorn gegen die Feinde nicht zu ungerechtem Handeln hinreißen zu lassen:
O ihr, die ihr glaubt, seid standhaft für Allah als Zeugen in Gerechtigkeit, und lasst eure Abneigung gegen gewisse Leute euch nicht dazu hinreißen Ungerechtigkeit zu begehen. Seid gerecht - es entspricht mehr der Furcht Gottes. Seid euch Allahs Gegenwart bewusst. Allah ist es sicherlich bekannt, was ihr tut. (Sure 5:8 - al-Ma'ida)

Die Bedeutung des Begriffs 'Dschihad'
Ein weiteres Konzept, das im Zusammenhang mit dem zur Diskussion stehendem Thema einer Erklärung bedarf, ist 'Dschihad'.
Die wörtliche Bedeutung des Begriffs 'Dschihad' ist 'Kampf'. Das Stammwort (dschahada) von dem er abgeleitet ist, bedeutet 'sich bemühen, sich anstrengen. Daher bedeutet 'Dschihad zu unternehmen' im Islam, 'Anstrengungen zu machen; zu kämpfen'. Prophet Muhammad erklärte, dass 'der größte 'Dschihad' der Kampf des Menschen gegen sein eigenes niederes Selbst ist'. Was hier mit 'niederem Selbst' gemeint ist, sind selbstsüchtige Begierden und Ambitionen.
Von einem quranischen Gesichtspunkt kann das Wort 'Dschihad' auch einen, auf intellektueller Ebene geführten Kampf bedeuten, der sich gegen diejenigen richtet, die Menschen unterdrücken, ungerecht behandeln, sie Folter und Grausamkeiten aussetzen und ihnen ihre Menschenrechte verweigern. Der Zweck dieses Kampfs ist Gerechtigkeit, Frieden und Gleichheit herbeizuführen,
Abgesehen von diesen ideologischen und geistigen Bedeutungen wird auch Kampf im Sinn einer militärischen Expedition als 'Dschihad' bezeichnet. Jedoch, wie oben bereits erklärt wurde, darf es sich dabei nur um einen Kampf zu den Verteidigungszwecken handeln. Das Konzept des 'Dschihad' auf Handlungen der Aggression gegen unschuldige Leute, d.h. Terror, anzuwenden, ist völlig ungerechtfertigt und eine gewaltige Verzerrung der wahren Bedeutung des Ausdrucks.

Selbstmord ist verboten im Islam

Eines der Hauptziele der terroristischen Bombenanschläge, Brandstiftungen und anderer solcher abscheulichen Handlungen ist, Furcht, Besorgnis, Unsicherheit und Panik unter den Menschen zu verursachen.
Ein weiterer Punkt von Bedeutung, der unmittelbar nach den jüngsten Terroranschlägen in den Vereinigten Staaten ins Blickfeld rückte, ist das Phänomen der Selbstmordanschläge. Einige Leute, die offenbar falsch über den Islam unterrichtet sind, haben völlig unzutreffende Erklärungen dahingehend abgegeben, dass diese Religion des Friedens Selbstmordanschläge erlaubt, wohingegen im Islam beides absolut verboten ist, sowohl sich selbst, als auch andere Menschen zu töten. Mit den Worten '... und tötet euch nicht selbst...' (Sure 4:29 - an-Nisa) hat Allah den Selbstmord zu einer Sünde erklärt. Im Islam ist es - unberücksichtigt jeglicher Gründe - kategorisch verboten, sich selbst zu töten.
Der Prophet erklärte den Selbstmord als eine Sünde. Gemäß einer Überlieferung von Abu Huraira, erklärte er, dass jeder, der sich selbst das Leben nimmt in die Hölle käme, wo er in aller Ewigkeit lebt.5
Wie aus diesem klar hervorgeht, stellt Selbstmord, und folglich auch Selbstmordanschläge, die den Tod von Tausenden unschuldiger Menschen verursachen, eine krasse Verletzung der islamischen Moralität dar. Allah erklärt im Quran, dass es eine Sünde ist, sein eigenes Leben zu beenden, daher ist es ganz und gar unmöglich für jemanden, der an Allah glaubt und behauptet, sich an den Quran zu halten, so etwas zu tun. Nur Menschen, die eine sehr irrige Vorstellung von der Religion haben, die keine Ahnung von der wahren Ethik des Qurans haben, die ihren Verstand und ihr Gewissen vergewaltigen, die von atheistischen Ideologien beeinflusst sind oder die durch Gehirnwäsche mit der Leidenschaft des Hasses und der Rache angesteckt wurden, können derartige Handlungen vollziehen. Jeder andere Mensch muss solchen Taten verabscheuen.

Barmherzigkeit, Toleranz und Menschlichkeit in der Geschichte des Islams
Zusammenfassend kann gesagt werden, dass die islamische politische Doktrin, d.h. Verhaltensregeln und politische Führungsprinzipien im Islam, äußerst gemäßigt und friedfertig ist. Diese Tatsache wird von vielen nicht-muslimischen Historikern und Theologen bestätigt, zu denen die britische Historikerin, Karen Armstrong zählt, die eine ehemalige Nonne und Expertin auf dem Gebiet der Geschichte des Mittleren Ostens ist. In ihrem Buch Holy War [Der heilige Krieg], in dem sie die Geschichte der drei monotheistischen Religionen untersucht, kommentiert sie folgendes:
... Das Wort 'Islam' leitet sich vom gleichen arabischen Wortstamm ab, wie das Wort 'Frieden' und der Quran verurteilt den Krieg als eine abnormale Situation, die nicht dem Willen Gottes entspricht... der Islam rechtfertigt einen total aggressiven Krieg mit dem Ziel der Vernichtung des Feinds nicht... der Islam erkennt die Unvermeidbarkeit des Kriegs an, und akzeptiert ihn manchmal als eine positive Pflicht um Unterdrückung und Leiden zu beseitigen. Der Quran fordert, dass der Krieg begrenzt ist und so weit wie möglich in einer humanitären Weise geführt wird. Muhammad musste nicht nur gegen die Mekkaner kämpfen, sondern auch gegen die jüdischen Stämme in der Gegend und gegen christliche Stämme in Syrien, die im Bündnis mit den Juden eine Offensive gegen ihn planten. Dies jedoch veranlasste Muhammad nicht 'Die Leute der Schrift' (Juden und Christen) zu verurteilen. Seine Muslime waren gezwungen sich zu verteidigen, doch sie führten nicht einen 'Heiligen Krieg' gegen die Religion ihrer Feinde. Als Muhammad eine muslimische Armee unter der Führung seines freigesetzten Sklaven Zaid gegen die Christen sandte, gebot er ihnen, für die Sache Allahs tapfer, jedoch humanitär zu kämpfen. Sie durften weder Geistliche, Mönche und Nonnen, noch schwache und hilflose Menschen behelligen, die nicht imstande waren zu kämpfen. Es durfte kein Massaker von Zivilisten stattfinden, noch sollten sie einen einzigen Baum fällen oder irgendein Gebäude abreißen.6
Nach dem Tod des Propheten achteten auch die Kalifen, die nach ihm regierten, äußerst sorgfältig darauf, dass der Gerechtigkeit genüge getan wurde. In eroberten Ländern konnten die Einheimischen sowie die Neuankömmlinge ihr Leben in Frieden und Sicherheit führen. Abu Bakr, der erste Kalif, verlangte von seinen Leuten gerechtes und tolerantes Verhalten in der Verwaltung dieser Länder, entsprechend den Werten des Quran. Vor dem ersten syrischen Feldzug gab Abu Bakr seiner Armee den folgenden Befehl:
Haltet ein, ihr Leute, ich gebe euch 10 Regeln, die ihr euch zu Herzen nehmen müsst: Übt keinen Verrat aus und weicht nicht vom rechten Weg ab. Verletzt und tötet keine Kinder, Greise und Frauen. Zerstört und versengt keine Dattelpalmen, und fällt keine anderen Obstbäume. Tötet kein Vieh oder Kamele, es sei denn zu eurem Verzehr. Ihr werdet auf Menschen stoßen, die ihr Leben dem klösterlichen Dienst gewidmet haben; belasst sie in dem, dem sie sich gewidmet haben. Ihr werdet ebenfalls auf Menschen stoßen, die euch allerlei Mahlzeiten anbieten werden. Ihr mögt davon essen, doch vergesst nicht, den Namen Allahs darüber auszusprechen.7
Omar Ibn Al Chattab, der nach Abu Bakr folgte, ist berühmt für seine Gerechtigkeit und die Verträge, die er mit den Einheimischen der eroberten Gebiete schloss. Jeder dieser Verträge erwies sich als ein exemplarisches Vorbild an Toleranz und Gerechtigkeit. In seiner Schutzdeklaration, z.B., für die Christen in Jerusalem und Lot, gewährleistete er, dass keine Kirchen zerstört würden, und dass die Muslime in den Kirchen keine Gebetsversammlungen abhalten würden. Den Christen in Bethlehem gewährte Omar die gleichen Bedingungen. Während der Eroberung von Medain garantierte die Schutzdeklaration, die dem nestorianischen Patriarchen Iso'jahb III. (647-658 n. Chr.) gegeben wurde wiederum, dass die Kirchen nicht zerstört würden, und dass keines seiner Gebäude in eine Behausung für Muslime oder eine Moschee umgewandelt würde. Der Brief, den der Patriarch nach der Eroberung an den Bischof von Fars (Persien) schrieb, ist äußerst bedeutsam indem er in den Worten eines Christen die Toleranz und Barmherzigkeit der muslimischen Eroberer gegenüber den Leuten der Schrift bezeugt:
Die Araber, denen Gott in dieser Zeit die Regierung der Welt übergeben hat..... verfolgen die christliche Religion nicht. In der Tat, sie begünstigen sie, respektieren unsere Geistlichen und die Heiligen Gottes und erweisen den Kirchen und Klöstern Begünstigungen.8

In Jerusalem und seiner Umgegend, das lange Zeit unter der Herrschaft der Muslime war, werden Frieden und Toleranz heutzutage von Unterdrückung und bewaffnetem Konflikt verdrängt.
Diese von Omar gewährten Konzessionen, enthüllen die Tiefe der Toleranz, die Allah dem Menschen im Quran anbefohlen hat, in seinem Charakter zu verinnerlichen. Die Schutzdeklaration lautete etwa folgendermaßen:
Diese Schutzgarantie wird gewährt, um Leben, Besitz und Religion, einschließlich Kirchen und Synagogen, aller Personen der Gemeinschaften zu schützen, die innerhalb der verwalteten Gebiete ansässig sind, ungeachtet ihrer Verhältnisse und Verdienste. Keine Andachts- und Wohnstätten dürfen beschädigt, und nichts darf von ihnen entwendet werden, und niemandem darf irgend ein Schaden zugefügt werden. Die Ausführung der in diesem Dokument niedergelegten Bedingungen, entsprechen den Geboten und Zusagen Allahs und Seiner Gesandten, und werden von den Kalifen und Muslimen garantiert. 9
All dies sind bedeutende Beispiele dafür, wie die wahrhaft Gläubigen ihr Verständnis der Gerechtigkeit und Toleranz realisieren. In einem Vers befiehlt Allah:
Sicherlich gebietet euch Allah das, was euch in Treuhand anvertraut wurde, an seine Besitzer zurückzugeben, und wenn ihr zwischen den Menschen schiedssprecht, mit Gerechtigkeit zu richten. Gewiss ist es eine Gunst Allahs, euch dazu zu ermahnen! Zweifellos hört Allah alles und sieht alles. (Sure 4:58 - an-Nisa)
Canon Tyler, ein Missionsleiter der anglikanischen Kirche, erwähnt die Schönheit der islamischen Ethik in einer seiner Reden in diesen Worten:
Er (der Islam) brachte die grundlegenden Dogmen der Religion - die Einheit und Größe Gottes, dass Er barmherzig und gerecht ist, dass Er Gehorsam Seinem Willen gegenüber sowie Ergebenheit und Glauben fordert. Er (der Islam) erklärte die Verantwortlichkeit des Menschen, ein Leben nach dem Tod, einen Tag des Gerichts, und strenge Vergeltung, der die Übeltäter anheimfallen werden; er verordnete die Pflichten des Gebets, der Wohlfahrtsspende, des Fastens und der Großmut. Es schaffte die künstlichen Tugenden, die religiösen Betrüge und Torheiten, die pervertierten moralischen Gefühle und die verbalen Spitzfindigkeiten der theologischen Debatte ab… er gab dem Sklaven Hoffnung, der Menschheit Brüderlichkeit und den grundlegenden Tatsachen der menschlichen Natur Anerkennung.10
Die falsche Behauptung, dass die Menschen in den eroberten Ländern unter Drohung zum Islam übergetreten sind, wurde auch von westlichen Forschern widerlegt und die gerechte und tolerante Einstellung der Muslime bestätigt. L. Browne, ein westlicher Forscher, erläutert diese Situation in den folgenden Worten:
Diese wohlbekannten Tatsachen berauben übrigens die, im christlichen Schrifttum so weitverbreiteten Gerüchte, dass die Muslime, wohin sie auch gelangten, die Menschen mit dem Schwert an der Kehle zwangen, den Islam anzunehmen, jeglicher Substanz...11
In seinem Buch The Prospects of Islam [Aussichten des Islams] erklärt Browne weiter, dass das wahre Motiv hinter den Eroberungen der Muslime die Bruderschaft des Islams war. Die überwiegende Mehrheit der muslimischen Herrscher, die die muslimischen Länder im Lauf der Geschichte verwalteten, behandelten die Mitglieder anderer Religionen weiterhin mit äußerster Toleranz und Respekt. Innerhalb der Grenzen aller islamischen Staaten lebten Juden und Christen in Sicherheit und genossen volle Freiheit.
John L. Esposito, Professor für Religionswissenschaften und internationale Beziehungen an der Georgetown Universität, schildert, welch ungeheure Toleranz den Juden und Christen widerfuhr, die in Ländern lebten, welche unter muslimische Verwaltung gerieten:
Die muslimischen Armeen erweisen sich als bemerkenswerte Eroberer und erfolgreiche Herrscher; sie waren eher Erbauer als Zerstörer. Sie ersetzten die einheimischen Herrscher und Armeen der eroberten Länder, doch erhielten einen Großteil des Regierungs- und Verwaltungapparats und der Kultur aufrecht. Für viele in den eroberten Gebieten war es nichts weiter als eine Ablösung der Herren, ein Wechsel, der der Bevölkerung Frieden brachte, die durch Verluste an Leben und schwere Besteuerung aus den langen Jahren der byzantinisch-persischen Kriege demoralisiert und unzufrieden geworden war. Örtliche Gemeinden waren frei in internen und häuslichen Angelegenheiten in ihrer eigenen Lebensweise fortzufahren. In vieler Hinsicht fanden die örtlichen Bevölkerungen die muslimische Herrschaft flexibler und toleranter als die von Byzanz und Persien. Religiöse Gemeinschaften waren frei, ihren Glauben auszuüben - sie konnten ihren Riten und Gesetzen folgen und ihre geistlichen Häupter konnten ihre Autorität in sozialen Bereichen wie Heirat, Ehescheidung und Erbschaft beibehalten. Als Gegenleistung wurde ihnen eine Anerkennungssteuer (dschizija) auferlegt, die sie zu muslimischer Beschützung gegen äußere Angriffe berechtigte, wobei sie vom Militärdienst befreit waren. Sie wurden daher 'die Geschützten' (dhimmmi) benannt. In der Praxis bedeutete dies oftmals niedrigere Steuern, größere örtliche Autonomie, Regierung durch andere Semiten zu denen nähere linguistische und kulturelle Verbundenheit bestand, als zu der hellenisierten gräko-romanischen Elite von Byzanz, sowie größere Religionsfreiheit für Juden und einheimische Christen. Die meisten christlichen Sekten, wie die Nestorianer, die Monophysiten, Jakobiner und Kopten, waren als Heretiker und Schismatiker von der orthodoxen Kirche verfolgt worden. Aus diesem Grund halfen einige jüdische und christliche Gemeinden den einmarschierenden Armeen, weil sie diese als weniger unterdrückerisch als ihre imperialen Herrn betrachten. In vieler Hinsicht brachten die Eroberungen den besetzten Gebieten einen 'Pax Islamica'.12

Viele der Kreuzfahrer waren über die gerechte, tolerante und barmherzige Haltung überrascht, welche die Muslimen selbst auf dem Schlachtfeld an den Tag legten. Später brachten sie ihre Bewunderung in ihren Memoiren öffentlich zum Ausdruck. In der obigen Abbildung ist die Einleitung des zweiten Kreuzzugs durch Louis VII zu sehen.
Ein anderer 'Pax Islamica', den der Islam brachte, betraf die Frauen, einen Teil der Gesellschaft, der in den vor-islamischen Zeiten ungeheuerlich misshandelt worden war. Professor Bernard Lewis, der als einer der größten westlichen Experten auf dem Gebiet des Mittleren Ostens bekannt ist, gibt den folgenden Kommentar:
Im allgemeinen brachte der Anbruch des Islams eine enorme Verbesserung der Stellung der Frauen in altem Arabien mit sich, indem er ihnen Eigentum und einige andere Rechte zugestand, und ihnen einen gewissen Schutz gegen schlechte Behandlung durch ihre Gatten oder Herren gab. Das Töten weiblicher Neugeborener, das als heidnisches Brauchtum in Arabien akzeptabel gewesen war, wurde vom Islam verboten.13
Auch die Herrschaften der Seldschuken und des Osmanischen Reiches waren von der gerechten und toleranten Einstellung des Islams geprägt. In seinem Buch The Spread of Islam in the World [Die weltweite Ausbreitung des Islam] erklärt der britische Forscher Sir Thomas Arnold, die Bereitwilligkeit der Christen, sich aufgrund dieser Haltung unter die seldschukische Herrschaft zu fügen:

Eben dieses Gefühl der Sicherheit des religiösen Lebens unter muslimischer Herrschaft bewog viele der Christen in Kleinasien (Anatolien) die seldschukischen Türken als Befreier willkommen zu heißen... Während der Herrschaft von Michail VIII (1261-1282) wurden die Türken oft von den Einwohnern der kleinen Städten im Inneren Kleinasiens eingeladen, diese zu besetzen, indem sie sich erhofften, dadurch der Tyrannei des byzantinischen Reiches entrinnen zu können; sowohl Reiche wie Arme wanderten in die türkischen Herrschaftsgebiete aus.14
Melikschah, der Herrscher des islamischen seldschukischen Reichs während dieses im Zenith seiner Macht stand, behandelte die Menschen in den eroberten Gebieten mit großer Toleranz und Barmherzigkeit und verblieb somit mit Respekt und Liebe in ihrem Gedenken. Viele objektive Historiker weisen in ihren Arbeiten auf Melikschahs Gerechtigkeit und Toleranz hin. Seine Großmut gewann ihm die Liebe der Juden und Christen. Aus diesem Grund unterwarfen sich viele Städte aus freiem Willen Melikschahs Herrschaft, was beispiellos in der Geschichte ist. Sir Thomas Arnold erwähnt auch Odo de Diogilo, einen Mönch des St. Denis Ordens, der als der persönliche Seelsorger von Louis VII am zweiten Kreuzzug teilnahm, und in seinen Memoiren auf die Gerechtigkeit hinwies, die von den Muslimen geübt wurde, ohne Ansehen der Religionszugehörigkeit der Untertanen. Auf der Grundlage der sehr bildlichen Ausführungen von Odo de Diogilo, schrieb Sir Thomas Arnold folgendes:
Die Situation der Überlebenden wäre völlig hoffnungslos gewesen, hätte nicht der Anblick ihres Elendes die Herzen der Mohammedaner zu Mitleid bewogen. Sie pflegten die Kranken und erleichterten das Los der Armen und Hungernden mit großmütiger Freundlichkeit. Einige kauften sogar das französische Geld, welches die Griechen den Pilgern durch Zwang oder Tücke abgenommen hatten, und verteilten es großzügig unter den Notdürftigen. Der Kontrast zwischen der freundlichen Behandlung, welche die Pilger von den Ungläubigen empfingen und der Grausamkeit ihrer Mitchristen, der Griechen, die ihnen Zwangsarbeit auferlegten, sie schlugen und des Wenigen, das sie noch hatten, beraubten, war so groß, dass viele von ihnen freiwillig den Glauben ihrer Befreier annahmen. In den Worten des alten Chronikers (Odo de Diogilo): 'Indem sie ihre Glaubensbrüder verließen, die so grausam zu ihnen gewesen waren, fanden sie Sicherheit bei den Ungläubigen, die ihnen Barmherzigkeit entgegenbrachten, und, wie wir hörten, schlossen sich mehr als dreitausend den Türken an, als diese abzogen.' 15

Die letzte muslimische Herrschaft in Spanien ging im Jahr 1492 zu Ende, als Granada von der Armee König Ferdinands und der Königin Isabella erobert wurde. Die obige Abbildung zeigt die Kapitulation der Stadt.
Diese Erklärungen der Historiker bestätigen, dass die muslimischen Herrscher, die die wahre Moralität des Islams verinnerlicht hatten, immer mit Toleranz, Barmherzigkeit und Gerechtigkeit regierten. Ebenso ist die Geschichte des Osmanischen Reiches, dessen Herrschaft sich jahrhundertelang über Länder in drei Erdteilen erstreckte, reich an Beispielen der Toleranz.
Die Art und Weise, wie die Juden sich zur Zeit von Sultan Beyazid II in den osmanischen Ländern niedergelassen haben, nachdem sie Massakern und Verbannung in den katholischen Königreichen von Spanien und Portugal ausgesetzt worden waren, ist ein treffliches Beispiel der Toleranz, die die islamische Moralität mit sich bringt. Die katholischen Monarchen, die zu jener Zeit über große Teile Spanien herrschten, unterdrückten die Juden, die zuvor in Frieden unter muslimischen Herrschaft in Andalusien gelebt hatten. Während die Muslime, Christen und Juden in Andalusien in Frieden miteinander leben konnten, versuchten die katholischen Monarchen, dem ganzen Land den christlichen Glauben aufzuzwingen, wobei sie den Muslimen den Krieg erklärten und die Juden unterdrückten. Als Folge wurde 1492 der letzte muslimische Herrscher in der südspanischen Provinz von Granada beseitigt. Die Muslime fielen einem schrecklichen Gemetzel zum Opfer, und Juden, die ablehnten, ihre Religion zu ändern, wurden in die Verbannung geschickt.

Sultan Beyazid II war ein frommer Muslim. Er nahm die Juden, die der spanischen Verfolgung entflohen waren großmütig auf und gewährte ihnen absolute Religionsfreiheit.
Ein Teil dieser heimatlosen Juden suchte Zuflucht im osmanischen Reich, und der Staat gewährte ihnen diese. Die osmanische Flotte unter dem Befehl von Kemal Reis brachte die verbannten Juden, und die wenigen Muslime, die das Gemetzel überlebt hatten, ins Land der Osmanen.
Sultan Beyazid II, der als ein gottesfürchtiger Herrscher in die Geschichte eingegangen ist, siedelte diese, zu Unrecht aus Spanien vertrieben Juden im Frühjahr 1492, in bestimmten Teilen seines Reiches, um Edirne und das heute in Griechenland gelegene Thessaloniki herum an. Die meisten der 25000 heute in der Türkei lebenden türkischen Juden sind die Nachkommen jener spanischen Juden. Sie haben ihre Religion und Bräuche, die sie vor 500 Jahren von Spanien mitgebracht haben, den Lebensbedingungen in der Türkei angepasst, und leben dort weiterhin in unbehelligtem Komfort, wobei sie ihre eigenen Schulen, Krankenhäuser, Altersheime, kulturellen Vereinigungen und Zeitungen unterhalten. In der gleichen Weise, wie sie als Händler und Geschäftsleute tätig sind, sind sie auch in zahlreichen anderen Berufen, von technischen Fachgebieten bis zur Werbung beschäftigt, wobei sich in zunehmendem Maße intellektuelle Kreise herausbilden. Während jüdische Gemeinschaften in vielen Ländern in Europa seit Jahrhunderten in ständiger Furcht vor antisemitischen rassistischen Ausschreitungen leben, haben sie in der Türkei in Frieden und Sicherheit gelebt. Dieses Beispiel alleine genügt, die Toleranz und das Verständnis der Gerechtigkeit zu demonstrieren, die der Islam mit sich bringt.
Die Barmherzigkeit und Toleranz, die von Sultan Beyazid II praktiziert wurden, treffen auf alle osmanischen Sultane zu. Als Sultan Mehmet der Eroberer Konstantinopel einnahm, erlaubte er den Christen und Juden, dort in Freiheit zu leben. André Miquel, der für seine wertvollen Beiträge bekannt ist, die er über die Welt des Islams geschrieben hat und in denen er die gerechten und toleranten Praktiken der Muslime hervorhebt, erklärte folgendes:

Die Eroberung von Istanbul durch Sultan Mehmet, den Eroberer, bedeutete Freiheit für die Juden und heterodoxen Christen, die jahrhundertelang der Unterdrückung der römischen und byzantinischen Herrscher ausgesetzt gewesen waren.
Die christlichen Gemeinden lebten unter einer sehr gut verwalteten Regierung, wie sie sie während der byzantinischen und lateinischen Epochen nicht vorfanden. Sie waren nie einer systematischen Unterdrückung ausgesetzt. Im Gegenteil war das Reich und insbesonders Istanbul ein Zufluchtsort für die spanischen Juden geworden, die misshandelt worden waren. Niemals wurden die Menschen zur Annahme des Islams gezwungen. Der Prozess der 'Islamisierung' fand statt als Ergebnis des sozialen Vorgangs.16

Sultan Mehmet, der Eroberer bewilligte dem Patriarchat weitgehende Konzessionen. Unter türkischer Herrschaft genoss der Patriarch zum ersten Mal in der Geschichte volle Autonomie. In der Abbildung ist Sultan Mehmet, der Eroberer dargestellt, wie er den Patriarchen empfängt.
Wie aus diesen Tatsachen ersichtlich ist, sind die Muslime zu keiner Zeit in der Geschichte Unterdrücker gewesen. Im Gegenteil, sie haben allen Nationen und Glaubensrichtungen, die sie erreichten, Frieden und Sicherheit gebracht. Sie haben sich an Allahs Gebot gehalten, wie folgender Vers besagt: 'Und dient ausschließlich Allah und assoziiert nichts mit Ihm und erweist den Eltern Wohltätigkeit und ebenso den Verwandten, den Waisen, den Bedürftigen, dem nahen und dem fernen Nachbarn, dem Weggefährten, dem Reisenden und den Leibeigenen. Gewiss liebt Allah nicht den, der arrogant und selbstherrlich ist.' (Sure 4:36 - an-Nisa)
Kurz gesagt, Freundschaft, Brüderlichkeit, Frieden und Liebe sind die Grundlagen der quranischen Ethik, und es ist das Bestreben der Muslime diese erhabenen Tugenden zu realisieren und auf der Welt zu verbreiten.
(Weitere Informationen bezüglich der Gebote des Qurans und deren Befolgung durch Muslime im Lauf der Geschichte sind in Harun Yahyas Buch Gerechtigkeit und Toleranz im Quran gegeben.)
 

DAS WAHRE GESICHT DERER, DIE IM NAMEN DER RELIGION TERRORAKTE BEGEHEN


All die vorhergehenden Beispiele und Zitate zeigen, dass die Organisation von Terroranschlägen gegen unschuldige Menschen in völligem Gegensatz zum Islam steht, und es daher unwahrscheinlich ist, dass irgendein Muslim solch ein Verbrechen begeht. Ganz im Gegenteil; die Muslime haben die Pflicht, diese Menschen davon abzuhalten - 'Unheil aus der Welt' zu schaffen - und der Menschheit überall auf der Welt Frieden und Sicherheit zu bringen.
Es kann keine Rede von 'christlichem Terror', 'jüdischem Terror' oder 'islamischem Terror' sein. In der Tat, eine hintergründige Untersuchung der Täter solcher Handlungen bringt zutage, dass der in Frage stehende Terrorismus nicht ein religiöses, sondern ein soziales Phänomen ist.

Die Kreuzfahrer: Barbaren, die ihre eigene Religion mit Füssen getreten haben
Die wahre Botschaft einer Religion oder Glaubensrichtung kann manchmal von ihren eigenen Anhängern verzerrt werden. Die Kreuzfahrer, deren Zeiten eine dunkle Epoche der christlichen Geschichte darstellen, sind ein gutes Beispiel dieser Art von Verzerrung.
Die Kreuzfahrer waren europäische Christen, die gegen Ende des 11. Jahrhunderts begannen, eine Reihe von militärischen Expeditionen zu unternehmen, um das Heilige Land (Palästina und umgebende Gebiete) von den Muslimen zurückzuerobern. Sie begannen ihre Unternehmung mit einem sogenannten religiösen Ziel, doch dabei verwüsteten sie jedes Stück Land das sie betraten, und verbreiteten allerorts Angst und Schrecken. Entlang ihres Wegs führten sie Massenhinrichtungen der Zivilbevölkerung durch und plünderten viele Dörfer und Städte. Ihre Eroberung von Jerusalem, wo Muslime, Juden und Christen unter islamischem Regime im Frieden zusammenlebten, wurde die Szene des unermesslichen Blutvergießens. Gnadenlos töteten sie alle Muslime und Juden in der Stadt.
In den Worten eines Historikers: 'Sie mordeten alle Araber und Türken, die sie fanden..., ob Mann oder Frau.' 17 Einer der Kreuzfahrer, Raymond von Aguiles prahlte mit dieser Gewalttätigkeit:
Wundervolle Ansichten waren zu sehen. Einige unserer Männer (und das war eher barmherzig) enthaupteten ihre Feinde, andere schossen sie mit Pfeilen, so dass sie von den Türmen stürzten, andere quälten sie länger, indem sie sie in die Flammen warfen. Haufen von abgeschnittenen Köpfen, Händen und Füßen waren auf den Straßen der Stadt zu sehen. Man musste sich seinen Weg über Leichen und Pferdekadaver suchen. Doch dies war Geringes im Vergleich damit, was sich im Tempel von Salomon zutrug, wo üblich religiöse Litaneien vorgetragen wurden ... Im Tempel von Salomon und im Tempelhof ritten Männer bis zu ihren Knien und Pferdezügeln in Blut. 18
In zwei Tagen metzelte die Armee der Kreuzfahrer etwa 40.000 Muslime in der oben beschriebenen barbarischen Weise nieder. 19

Unter muslimischer Herrschaft hatten Muslime, Juden und Christen in Frieden in Jerusalem zusammengelebt. Als die Kreuzfahrer es einnahmen (wie oben abgebildet), ergingen sie sich in einem schrecklichen Gemetzel. In ihren weiteren Vormärschen fuhren sie fort, viele Städte zu plündern und große Teile der Zivilbevölkerung zu morden.
Die Barbarei der Kreuzfahrer war so maßlos, dass sie während des 4. Kreuzzuges selbst Konstantinopel (das heutige Istanbul, das damals eine christliche Stadt war) plünderten und goldenes Gerät aus den Kirchen stahlen.
Zweifelsohne, war all diese Barbarei völlig entgegen der christlichen Doktrin. Das Christentum ist, in den Worten der Bibel, eine 'Botschaft der Liebe'. Im Matthäus-Evangelium wird berichtet, dass Jesus seinen Nachfolgern gebot: 'Liebt eure Feinde und betet für die, die euch verfolgen' (Matthäus 5:44). Im Lukas-Evangelium wird berichtet, dass Jesus sagte: 'Wenn dir jemand eine Ohrfeige gibt, biete ihm die andere Wange ebenfalls dar.' (Lukas 6:29). Nirgendwo im Neuen Testament gibt es einen Hinweis auf Billigung von Gewalttätigkeit; unschuldige Menschen zu töten ist daher unvorstellbar. Die Idee des 'Mordes Unschuldiger' ist wohl in der Bibel vorhanden; jedoch nur in der grausamen Verordnung des jüdischen Königs Herodes, alle männlichen Säuglinge zu töten, als er nach dem Leben des neugeborenen Jesus trachtete.
Wenn das Christentum eine Religion ist, die auf Liebe basiert und für Gewalttätigkeit keinen Platz hat, wie konnten die christlichen Kreuzfahrer die schrecklichsten Gewaltverbrechen der Geschichte begehen? Der Hauptgrund dafür ist, dass die Kreuzfahrer hauptsächlich aus ignoranten Menschen bestanden, die besser als 'Pöbel' definiert werden könnten. Diese Massen, die fast nichts über ihre Religion wussten, die wahrscheinlich zeitlebens nie die Bibel gelesen oder selbst nur gesehen hatten und die größtenteils keine Ahnung von den moralischen Werten der Bibel hatten, wurden unter der Propaganda der Parolen der 'Kreuzfahrer', welche diese Brutalitäten als den 'Willen Gottes' darstellten, in diese Barbarei verleitet.
Es ist erwähnenswert, dass die östliche Kirche, z.B. die Leute von Byzanz, die in dieser Periode von den westlichen Christen kulturell weit entfernt waren, menschliche Werte in weit größerem Maß aufrechterhielten. Sowohl vor, als auch nach den Eroberungen der Kreuzfahrer, waren die orthodoxen Christen in der Lage, mit den Muslimen zusammenzuleben. Terry Johns, ein BBC-Kommentator, erklärte, dass 'zivilisiertes Leben mit dem Rückzug der Kreuzfahrer aus dem Mittleren Osten erneut begann und die Mitglieder der drei monotheistischen Religionen zur friedlichen Koexistenz zurückkehrten'.20
Am 12 September 1204 marschierten die Kreuzfah-rer in Istanbul ein, das derzeit unter christlicher Herrschaft war. In ihrer Plünderung der Stadt gingen sie soweit, das Gold aus den Kirchen zu rauben.
Das Beispiel der Kreuzfahrer weist auf ein allgemeines Phänomen hin: Je mehr ignorant, intellektuell unterentwickelt und unzivilisiert die Anhänger einer Ideologie sind, desto eher neigen sie zu Gewalttätigkeit. Dies gilt auch für Ideologien, die nichts mit Religion zu tun haben. Alle kommunistischen Bewegungen auf der ganzen Welt neigen zu Gewalttätigkeit. Khmer Rouge in Kambodscha war die barbarischste und blutrünstigste davon, und ebenso waren ihre Anhänger auch die ignorantesten.
Ebenso wie ignorante Anhänger einer Anschauung, die Gewalt akzeptiert, bis zum Punkt des Wahnsinns folgen können, können sie auch Gewalttätigkeit mit einer Anschauung, die Gewalt ablehnt (bzw. Religion) verwechseln. Die islamische Welt kennt auch solche Fälle.



Der 'Beduinen-Charakter' im Quran
Zur Zeit des Propheten Muhammad existierten zwei grundsätzliche Sozialstrukturen in Arabien. Die Stadtbewohner und die Beduinen (Wüstenaraber). In den arabischen Städten herrschte eine hoch entwickelte Zivilisation vor. Handelsbeziehungen verbanden die Städte mit der äußeren Welt, was zur Kultivierung 'guter Sitten' unter den, in den Städten lebenden Arabern beitrug. Sie hatten verfeinerte ästhetische Werte und genossen Literatur und insbesondere Dichtung. Die Wüstenaraber, auf der anderen Seite, waren Nomadenstämme, die in der Wüste lebten und eine sehr elementare Kultur hatten. Unbewusst und fern der Künste und der Literatur, hatte sich bei ihnen ein ungehobelter Charakter herausgebildet.
Der Islam wurde inmitten der Einwohner von Mekka, der wichtigsten Stadt der Halbinsel, offenbart und entfaltete sich anfänglich dort. Während sich der Islam dann weiter über die Halbinsel verbreitete, nahmen ihn alle Stämme in Arabien an. Unter diesen waren auch die Beduinenstämmen, doch sie waren in gewisser Hinsicht etwas problematisch: Ihr schwacher intellektueller und kultureller Hintergrund erschwerte einigen von ihnen das Verständnis der Tiefe und des noblen Geists des Islams. Dies wurde im folgenden Vers von Allah erwähnt:
Und die Beduinen verharren am hartnäckigsten in Unglauben und Heuchelei. Und sie sind es am ehesten, die die Grenzen, welche Allah Seinem Gesandten offenbart hat, nicht kennen, doch Allah ist allwissend und weise. (Sure 9:97 - at-Tauba)



Zur Zeit des Propheten Muhammad waren die Beduinen nomadische Wüstenstämme. Aufgrund ihrer rauhen Lebensbedingungen hatte sich bei ihnen ein unbeugsamer und harter Charakter herausgebildet.
Die Beduinen, das heißt, Mitglieder der nomadischen Gesellschaftsgruppen, die 'hartnäckig in Unglauben und Heuchelei verharrten' und in ihrer Unwissenheit dazu neigten, Allahs Gebote außer Acht zu lassen, wurden zu Lebzeiten des Propheten ein integrierter Teil der islamischen Welt. In den späteren Epochen jedoch wurden sie zu einer Quelle der Probleme für die islamische Gesellschaft. Die Sekte der 'Charidschiten', die unter den Beduinen auftauchte, war ein Beispiel. Das prominenteste Merkmal dieser verirrten Sekte (ihre Anhänger wurden 'Charidschiten' genannt, was soviel wie 'Austreter' heißt, weil sie in ihren Praktiken weitgehend von den Sunniten, die die überwiegende Mehrheit der Muslime darstellten, abwichen), war ihre ungebärdete, fanatische Natur. Die 'Charidschiten', die kein Verständnis für das Wesen des Islams oder die Tugenden und Werte des Qurans hatten, bekriegten alle anderen Muslime und rechtfertigten diesen Kampf mit einigen quranischen Versen, von denen sie eine verzerrte Auslegung machten. Außerdem führten sie 'Terrorakte' durch. Ali, der einer der engsten Vertrauten des Propheten war und von ihm als das 'Tor der Stadt des Wissens' beschrieben wurde, wurde durch einen Charidschiten ermordet.
In einer späteren Epoche traten die 'Haschischin' (Attentäter) auf, eine weitere brutale Organisation. Es handelte sich hierbei um eine terroristische Organisation, die sich aus ignoranten und fanatischen Militanten zusammensetzte und die sich, mangels eines gründlichen Verständnisses des Wesens des Islams, leicht durch billige Parolen und Versprechen beeinflussen ließen.
Geradeso, wie die Kreuzfahrer das Christentum verzerrten und als eine Lehre der Brutalität missdeuteten, legten einige pervertierte Gruppen, die in der islamische Welt auftauchten, den Islam falsch aus und ergingen sich in Brutalitäten. Was diesen religiösen Sekten und den Kreuzfahrern gemeinsam war, war ihr 'Beduinencharakter'. Das heißt, sie waren ignorant, unverfeinert und unzivilisiert, und es mangelte ihnen am wahren Verständnis ihrer Religion. Die Brutalitäten, die sie begingen, waren eher die Folge dieses Unverständnisses, als der Lehren der Religion, die sie zu verfechten behaupteten.
Ein Terrorist kennt kein Mitgefühl - Sein einziger Zweck ist zu zerstören

Der Begründer des russischen Anarchismus Michael Bakunin und sein Jünger Nechajev definieren den idealen Terroristen folgendermaßen:
Sein (das des Revolutionärs) gesamtes Lebenswerk - nicht nur in Worten, sondern auch in der Tat - ist im Kriegszustand mit der vorhandenen Gesellschaftsordnung und mit der gesamten sogenannten zivilisierten Welt, ihren Gesetzen, ihrer Moral, ihren Bräuchen; er ist all dem ein kompromissloser Gegner... Er kennt nur eine Wissenschaft, die Wissenschaft der Zerstörung. (Zeitungsartikel in The Alarm: Bakunin's 'Ground-Work for the Social Revolution' [Vorarbeit zur gesellschaftlichen Revolution] 26. Dez. 1885, S. 8 )
Wie aus diesen Worten Bakunins und Nechajevs verständlich ist, sind Terroristen Leute, die ihre Beziehungen zu jeglichen materiellen und geistigen Institutionen abbrechen indem sie alle moralischen Werte ablehnen, da sie diese Institutionen als ein Hindernis in der Verwirklichung ihrer Pläne betrachten. Bakunin erklärt weiter: 'Tag und Nacht sei er (der Revolutionär) im Einsatz, hege nur einen Gedanken, ein Ziel: die gnadenlose Zerstörung; während er kaltblütig, ohne zu ruhen dieses Ziel verfolgt, muss er selbst bereit sein jederzeit zu sterben und ebenso bereit sein, jeden der seine Ziele zu vereiteln sucht, eigenhändig zu töten.' In seinem 'Ground-Work for the Social Revolution' [Vorarbeit zur gesellschaftlichen Revolution] ist eine Beschreibung dessen gegeben, welch eine Person ein Terrorist sein muss:

Michael Bakunin
Unnachsichtig wie er gegen sich selbst ist, muss er auch gegen andere sein. Jegliche schwachen Gefühle gegenüber Verwandtschaft, Freundschaft, Liebe und Dankbarkeit müssen durch die einzige kalte Leidenschaft für das Werk der Revolution unterdrückt werden.
Diese Worte bringen das dunkle Gesicht des Terrorismus an den Tag und zeigen, dass er der Religion des Islams, die sich auf Frieden, Toleranz und Liebe gründet, total entgegengesetzt ist. Im folgenden Vers offenbart Gott, dass Friede die wahre Rettung der Menschheit ist, und dass das Gegenteil zu verfolgen - d.h. Krieg und Konflikt - bedeutet, in den Fußstapfen des Teufels zu wandeln.
O ihr, die ihr glaubt! Tretet allesamt in den Zustand der Befriedung (Islam) ein und folgt nicht den Fußstapfen des Satans; zweifellos ist er euch ein offenbarer Feind. (Sure 2:208 - al-Baqara)
Die Massenpsychologie des Terrorismus
Ein weiteres wichtiges Charakteristikum der Terroristen ist, dass sie in einer Kollektivgesinnung arbeiten. In dieser Gesinnung werden individuelle Regungen und persönliche Neigungen verworfen, da jeder auf das eine gemeinsame Ziel hin abgerichtet ist. Diejenigen, die in diesem Kollektivgeist handeln, mögen Dinge tun, die sie nie tun würden, wenn sie voll bei Sinnen wären, und ignorieren ihren eigenen Willen und ihr Gewissen. In vielen Ländern der Welt lassen sich Terroristengruppen, die sich aus einer handvoll törichter und ungebildeter Leute zusammensetzen, von der emotionalen Hysterie von Massenveranstaltungen und propagandistischen Parolen aufpeitschen, und werden, ohne sich bewusst zu sein, was sie tun und warum sie es tun, in Gewalttaten gegen die Öffentlichkeit verwickelt. Im Handumdrehen können solche Leute zu Mördern oder selbst Terroristen werden, die in der Lage sind, unmenschliche Grausamkeiten zu begehen. Ein Mensch mag ruhig und zurückgehalten wirken, wenn er alleine ist, doch wenn er Mitglied einer Terroristengruppe wird, ist er fähig, Brandstiftungen und Attentate ohne offensichtliche Gründe auszuüben. Diese Individuen fallen derartigen Zwangsvorstel-lungen zum Opfer, dass sie selbst bereit sind, ihr Leben für ihre Sache aufzugeben. Die Mehrzahl derer, die sich an Terrorakten beteiligen, sind oft willens- und gewissensschwach und werden wie eine Schafherde durch Massenpsychologie beeinflusst. Vernunft und Urteilsvermögen werden durch übertriebene und maßlose Leidenschaft und eine Neigung zur Gewalt und Aggression ersetzt. Solche Leute werden leicht gereizt, sind intolerant und kennen keine Grenzen und Gesetze.
Der Irrtum dieser Massenpsychologie wird im Quran offenbart, wo es heißt, dass der Mensch entsprechend seines Willens und seiner Intelligenz handeln muss:
Trachte nicht nach dem, wovon du kein Wissen hast. Gewiss wird Rechenschaft gefordert für all die Fähigkeiten - das Hören, das Sehen und die des Herzens (Willenskraft) (Sure 17:36 - al-Isra)

Eine der Quellen des Terrorismus: Der 'Dritte Welt'- Fanatismus
Diese Beispiele aus der Geschichte mögen zu einem besseren Verständnis des Phänomens, des sogenannten 'islamischen Terrors' beitragen, der heutzutage an erster Stelle der internationalen Tagesordnung steht. Das rührt daher, dass die, die ihre Terrorakte ausführen, im Namen des Islams auftreten, obwohl sie und diejenigen, die solche Taten unterstützen, nur eine unbedeutende Minderheit in der Welt des Islams darstellen und eben für jenen 'Beduinencharakter' stellvertretend sind, und nicht für den eigentlichen Islam. In ihrem Unverständnis des Wesens des Islams, der eine Religion des Friedens und der Gerechtigkeit ist, missbrauchen sie ihn als eine Plattform ihrer Barbarei, was andererseits lediglich ein Resultat ihrer sozio-ökonomischen und kulturellen Herkunft ist. Der Ursprung dieser Barbarei, die man sehr wohl als 'Fanatismus der Unterentwicklung' oder 'Dritter Welt Fanatismus' bezeichnen könnte, ist die geistige und intellektuelle Umnachtung von Menschen, die keine Liebe für ihre Mitmenschen, noch von ihren Mitmenschen kennen.
Es ist eine Tatsache, dass die Muslime überall in der islamischen Welt während der vergangenen Jahrhunderte von westlichen Mächten und ihren Verbündeten Unterdrückung und Gewalttätigkeit ausgesetzt waren. Die kolonialistischen europäischen Staaten, von denen eingesetzte faschistische Regime oder vom Westen unterstützte Kolonialisten (wie z.B. Israel) verursachten den Muslimen insgesamt großes Leid. Für die Muslime jedoch ist dies eine Situation, die sie entsprechend den quranischen Richtlinien angehen, und darauf reagieren müssen.
In keinem Teil des Quran befiehlt Allah den Gläubigen, auf Gewalttätigkeit mit Gewalttätigkeit zu reagieren. Im Gegenteil, Allah befiehlt den Muslimen, 'auf Übles mit Gutem' zu reagieren:
Eine gute Handlung und eine üble gleichen sich bestimmt nicht. Weise das Üble mit etwas Besserem zurück, so wird derjenige, zwischen dem und dir Feindschaft bestand, wie ein inniger Freund werden. (Sure 41:34 - Fussilat)
Es ist zweifellos ein legitimes Recht der Muslime, sich gegen Grausamkeit zu wehren. Jedoch sollten derartige Reaktionen nie in blinden Hass und ungerechte Feindseligkeit ausarten. Dagegen warnt Allah im folgenden Vers: '... und lasst euch nicht vom Hass gegen die Leute, die euch den Zugang zur geheiligten Moschee verwehren wollten zu Übertretungen hinreißen. Unterstützt euch gegenseitig in Rechtschaffenheit und Gottesfurcht und ermutigt einander nicht zur Sünde und Feindschaft und fürchtet Allah; Allah ist gewiss streng im Vergelten.' (Sure 5:2 - al-Ma'ida).
Infolgedessen ist es keinesfalls mit dem Islam vereinbar, Terrorakte gegen unschuldige Leute anderer Nationen auszuüben, unter dem Vorwand, die unterdrückten Nationen der Welt zu vertreten.
Ein weiterer Punkt, der hier erwähnt werden muss, ist, dass nicht die gesamte westliche Welt für die vorher erwähnte Unterdrückung und Gewalttätigkeit gegen die Muslime verantwortlich gemacht werden kann. In Wirklichkeit sind es die materialistisch-atheistischen Philosophien und Ideologien, die im 19. Jahrhundert vorherrschten, die für diese bedauerlichen Zustände verantwortlich sind. Der europäische Kolonialismus war keine Ausgeburt des Christentums. Im Gegenteil, es waren anti-religiöse Bewegungen, die die Werte des Christentums leugneten, welche zum Kolonialismus führten. Die Wurzeln der größten Brutalitäten des 19. Jahrhunderts liegen in der sozial-darwinistische Ideologie. In der heutigen westlichen Welt gibt es neben einer Kultur, die generell von friedfertigen Elementen beherrscht wird, welche in der christlichen Moral verwurzelt sind, immer noch grausame, böswillige und negative Einflüsse. In Wirklichkeit besteht der Hauptkonflikt nicht zwischen dem Westen und dem Islam. Entgegen einer weitverbreiteten Auffassung besteht dieser Konflikt zwischen den religiös gesinnten Menschen des Westens und der muslimischen Welt einerseits, und den religionsfeindlichen Menschen (wie Materialisten, Atheisten, Darwinisten usw.) andererseits.
Ein weiterer Hinweis darauf, dass der 'Dritte Welt Fanatismus' nichts mit Islam zu tun hat, ist, dass diese Art des Fanatismus bis vor Kurzem mit der kommunistischen Ideologie assoziiert wurde. Wie bekannt, wurden ähnliche anti-westliche Terroranschläge in den 60er und 70er Jahren von, von den Sowjets unterstützten, kommunistischen Organisationen durchgeführt. Da der Einfluss der kommunistischen Ideologie an Momentum verlor, haben einige der sozialen Strukturen, die kommunistische Organisationen hervorgebracht hatten, ihre Aufmerksamkeit dem Islam zugewandt. Diese 'Brutalität, die unter dem Deckmantel der Religion vorgebracht wird' und die durch die Einverleibung einiger islamischer Konzepte und Symbole in die ehemals kommunistische Rhetorik formuliert wird, steht den moralischen Werten, die das Wesentliche des Islams bilden, völlig entgegen.
Letztlich sei zu diesem Thema noch bemerkt, dass der Islam nicht einer bestimmten Nation oder geographischen Region eigen ist. Entgegen der im Westen vorherrschenden Auffassung ist der Islam nicht eine 'östliche Kultur'. Der Islam ist die letzte, der Menschheit offenbarte Religion, als eine Wegweisung zu einer aufrichtigen Lebenstransaktion, die sich der gesamten Menschheit empfiehlt. Die Muslime sind dafür verantwortlich, die wahre Religion, an die sie glauben, allen Menschen aller Nationen und Kulturen mitzuteilen und sie dem Islam näher zu bringen.
Folglich ist das einzigartige Gegenmittel gegen Menschen und Gruppen, die im Namen des Islams Terror ausüben oder unterdrückende Regime bilden und diese Welt zu einem schrecklichen Lebensraum machen, anstatt sie zu verschönern, die wahre Natur des Islam zu enthüllen und zu verbreiten, damit die Massen ihn verstehen und ihm entsprechend leben können.

Eine der Methoden des Terrorismus ist Furcht und Panik in der Gesellschaft zu verbreiten
Eines der Hauptmerkmale des Terrorismus ist, dass er seine Angriffsziele aufs Geratewohl auswählt. Die Tatsache, dass er dabei keine gezielte Auswahl trifft ist einer der hauptsächlichsten Gründe für die Verbreitung von Furcht, da sich niemand sicher fühlen kann. Wenn die Menschen wissen, dass sie ohne irgendwelche Gründe mögliche Ziele sind, kann sich niemand vor den Terroristen sicher fühlen. Es gibt nichts, was ein potentielles Opfer zu seinem Schutz unternehmen kann, da die Terroristen entsprechend ihrer eigenen Grundsätze zu einem Zeitpunkt und an einem Ort ihrer eigenen Wahl handeln. Daher sind Terroranschläge in der Gesellschaft sporadisch und unvorhersehbar.

Terrororganisationen wählen ihre Ziele spontan, was bedeutet, dass unschuldige und wehrlose Individuen getötet oder verwundet werden. Ein typisches Beispiel dafür war der, am 20. März 1995 verübte Nervengasanschlag in der U-Bahn von Tokyo.
Der Irrtum des Radikalismus
Zusammen mit dem Konzept des Terrors müssen wir auch das Phänomen des Radikalismus überprüfen.
Radikalismus bedeutet, plötzliche, revolutionäre destruktive Änderungen in irgend einem Bereich zu unterstützen, und zum Erzielen derselben eine strikte und kompromisslose Handlungsweise zu verfolgen. Radikale zeichnen sich durch ihre Begierde nach revolutionären Änderungen und ihre unbeugsame und manchmal aggressive Haltung aus.
Wie in jedem anderen Lebensbereich ist für die Muslime auch hier der Quran richtungsweisend. Wenn wir den Radikalismus im Licht des Qurans betrachten, sehen wir, dass er nichts mit dem Verhaltensmodell gemein hat, dem zu folgen, Allah den Muslimen geboten hat. Wenn Allah den Gläubigen im Quran beschreibt, stellt Er ihn als einen sanftmütigen Menschen dar, der Konflikte und Auseinandersetzungen meidet und selbst den feindseligsten Menschen mit Wärme und Freundlichkeit begegnet.
Ein Beispiel, dass uns in dieser Hinsicht anleitet, ist der Befehl Allahs an Seine Propheten Moses und Aaron, zum Pharao zu gehen und ihn in freundlichem Ton anzusprechen:
Geht beide zu Pharao; denn er ist aufsässig geworden. So sprecht ihn mit milden Worten an, damit er sich besinne oder gottesfürchtig werde. (Sure 20:43, 44 - Ta Ha)

Sicherlich gebietet euch Allah das, was euch in Treuhand anvertraut wurde, an seine Besitzer zurückzugeben, und wenn ihr zwischen den Menschen richtet, mit Gerechtigkeit zu richten. Gewiss ist es eine Gunst Allahs, euch dazu zu ermahnen! Zweifellos hört Allah alles und sieht alles. (Sure 4:58 - an-Nisa)
Pharao war einer der grausamsten und rebellischsten Gottesleugner seiner Zeit. Er war ein Diktator, der Gott verneinte, Götzendienst betrieb und für sich selbst Göttlichkeit beanspruchte; zudem unterdrückte er die Gläubigen (die Israeliten zu jener Zeit) und beging an ihnen schreckliche Grausamkeiten und Mord. Allah jedoch befahl Seinen Propheten, zu solch einem feindseligen Mann zu gehen und freundlich mit ihm zu sprechen.
Man beachte, dass die Verhaltensweise, die Allah aufzeigte, die des freundliche n Dialogs war und nicht die des Streitgesprächs, in der Konflikte mit scharfen Worten, ärgerlichen Parolen und erhitzten Protestbekundungen ausgehandelt werden.
Es gibt noch einige andere Beispiele im Dialog zwischen dem Propheten Schuaib und den Leugnern, die den Muslimen zeigen wie sie sich zu verhalten haben. Die Anrede Schuaibs wird im Quran so geschildert:
Und nach Madijan (entsandten Wir) ihren Bruder Schuaib. Er sagte: 'Mein Volk, betet Allah an! Es gibt keinen Gott außer Ihm, der über euch wacht.
Mindert nicht die Maße und Gewichte. Ich sehe gewiss, dass ihr im Wohlstand lebt, doch ebenso fürchte ich, dass die Strafe eines umfassenden Tages über euch kommen mag. Und mein Volk, gebt volles Maß und Gewicht in Gerechtigkeit, verringert den Menschen nicht, was ihnen zusteht und trachtet nicht danach auf der Erde Korruption zu stiften.
Was Allah euch überlässt, ist das beste für euch, wenn ihr nur glaubt, doch ich bin nicht als Wächter über euch gesetzt.'
Sie sagten: 'Ist es Teil deines Gottesdiensts, Schuaib, dass du uns gebietest, das zu verlassen, was unsere Ahnen angebetet haben, oder uns verwehrst mit unserem Eigentum so zu verfügen wie es uns beliebt? Du bist doch gewiss ein toleranter, vernünftiger Mensch.
Er sagte: 'Mein Volk, könnt ihr nicht sehen, dass ich ein deutliches Zeichen von meinem Herrn habe und Er Selbst mich mit Gutem versorgt? Und was ich euch zu tun verwehre, tue ich nicht um euch zu widerstreben; ich möchte nur Läuterung erzielen soweit ich dazu in der Lage bin, und mein Erfolg ist alleine in Allahs Hand; auf Ihn vertraue ich und an Ihn wende ich mich. (Sure 11:84-88 - Hud)
Wenn wir die Worte des Propheten Schuaib genauer betrachten, sehen wir, dass er das Volk zum Glauben an Gott und zu hohen moralischen Prinzipien aufrief, und das in freundlicher und bescheidener Weise tat. Wir können die Gründe für einige, der in den Versen gemachten Aussagen, so erläutern:
'... doch ich bin nicht als Wächter über euch gesetzt.' : Mit diesen Worten gibt er den Menschen zu bedeuten, dass er sie nicht dominieren möchte, und dass seine einzige Absicht ist, ihnen die Wahrheiten mitzuteilen, die Gott ihm offenbart hat.
'... Du bist doch gewiss ein toleranter, vernünftiger Mensch.' Diese Anrede der Ungläubigen an Schuaib weist auf sein freundliches, sanftes und höfliches Temperament hin und darauf, dass die Ungläubigen dieses auch anerkannten.
'Mein Volk, könnt ihr nicht sehen...?' : Die Ausdrucksweise, die Schuaib hier verwendet zeigt, dass er die Ungläubigen auffordert, ihre Intelligenz und ihr Gewissen zu benutzen. Das heißt, er setzt sie nicht unter autoritären Druck, sondern stellt ihre Ideen von einem gegenüberliegenden Standpunkt aus in Frage und fordert sie zur Besinnung auf, indem er ihnen ermöglicht in Gewissensfreiheit ihre eigenen Entscheidungen zu treffen.
o 'Und was ich euch zu tun verwehre, tue ich nicht, um euch zu widerstreben.' Das Verwehren von Seiten Schuaibs ist hier kein eigentliches Verbot. Er erklärt, dass einige Verhaltensweisen sündhaft sind, und fordert die Menschen auf, diese aufzugeben, und außerdem, indem er. sagt '... tue ich nicht um euch zu widerstreben', betont er, dass sein Zweck nicht die Auseinandersetzung ist; er möchte den Leuten keine Schwierigkeiten machen oder einen Streit anzetteln, sondern er möchte sie nur zum Glauben und zu einer moralischen Lebensweise einladen.
Wenn man den Quran näher untersucht, findet man, dass allen Propheten eine freundliche, sanftmütige und tolerante Natur zu eigen war. Allah beschreibt Abraham im Quran als '...überaus demütig und sanftmütig'. (Sure 9:114 - at-Tauba) In einem anderen Vers wird die Natur des Propheten Muhammad folgendermaßen beschrieben:
Und auf Grund von Allahs großer Gnade warst du freundlich zu ihnen, und wärest du abweisend und hartherzig gewesen, hätten sie dich gewiss verlassen. Sei deshalb nachsichtig mit ihnen und bitte für sie um Vergebung und berate dich mit ihnen in (weltlichen) Angelegenheiten, und wenn du deine Entscheidung getroffen hast, vertraue auf Allah; gewiss liebt Allah die, die ihr Vertrauen auf Ihn setzen. (Sure 3:159 - Al-Imran)
Ein offensichtliches Merkmal des Radikalismus ist sein Zorn. Diese Haltung tritt in den leidenschaftlichen Reden, Schriften und Demonstrationen der Radikalen deutlich zu Tage. Der Zorn jedoch ist keine Charaktereigenschaft der Muslime. Allah beschreibt die Gläubigen im Quran als: 'Diejenigen, die spenden, ob es ihnen gut geht oder ob sie selbst bedürftig sind, die ihren Zorn zügeln und Nachsicht gegen die Menschen üben - und Allah liebt die, die Gutes tun.' (Sure 3:134 - Al-Imran)

Für Terroristen ist es eine 'Lebensweise', Menschen zu töten oder Chaos und Verwüstung zu verursachen. Für sie ist das Blutvergießen eine berechnete Handlung. Sie können unschuldige und unbeteiligte Menschen erschießen, einen Bombenanschlag auf Kinder verüben oder ein bewohntes Haus oder Geschäftszentrum in die Luft sprengen, ohne irgendwelche Gefühle von Mitleid oder Skrupel.
Es gibt keine Situation, in der ein Muslim seinem Zorn freien Lauf lässt. Das einzige, was ein Muslim von den anderen Menschen will, ist, dass sie an Allah glauben und entsprechend moralischer Grundsätze leben, doch das ist nur durch Allahs Gnade möglich. Was immer wir auch tun, oder wie sehr wir auch versuchen, den Menschen die Wahrheit zu erklären, die Herzen der Menschen sind in Allahs Händen. In dem unten erwähnten Vers erinnert Allah die Muslime an diese wichtige Tatsache: '...Sind sich die, die glauben denn nicht bewusst, dass Allah die gesamte Menschheit rechtleiten könnte wenn Er es wollte.' (Sure 13:31 - ar-Ra'd)
Ein anderer Vers weist nachdrücklich auf die selbe Tatsache hin:
Und wenn dein Herr wollte, würden alle, die auf der Erden leben, glauben. Willst du dann die Menschen zwingen, gläubig zu werden? (Sure 10:99 - Junus)
Somit ist die Aufgabe eines Muslims, nur die Wahrheiten zu erklären und die Menschen zu ermutigen, diese anzunehmen. Ob die Menschen diese Einladung annehmen oder ablehnen, ist ausschließlich ihre eigene Gewissensentscheidung. Allah offenbart diese Tatsache im Quran, wo Er bestätigt, dass es keinen Zwang in der Religion gibt:
Es besteht kein Zwang in der Religion! Korrektes Verhalten wurde nunmehr klar gegen Verirrung abgegrenzt, und wer den satanischen Mächten absagt und an Allah glaubt, hat die sicherste Handhabe ergriffen, die nie versagen kann. Sicherlich hört und weiß Allah alles. (Sure 2:256 - al-Baqara)
Folglich können keine Zwangsmaßnahmen ergriffen werden um den Menschen den Glauben aufzuzwingen, oder um die Muslime zur Verrichtung ihrer religiösen Pflichten zu bewegen und sie von Sünden abzuhalten. Man kann die Menschen lediglich ermahnen. In einigen Versen, die an den Propheten gerichtet sind, offenbart Allah, dass die Muslime keine Unterdrücker sind:
Wir wissen sehr wohl, was sie sagen, doch du bist kein Zwangsvollstrecker für ihren Glauben. So ermahne die, die Meine Verheißung fürchten, mit dem Quran. (Sure 50:45 - Qaf)
Sprich: 'Ihr Menschen! Die Wahrheit von eurem Herrn hat euch nunmehr erreicht. Wer der Führung folgt, der folgt zu seinen eigenen Nutzen und wer irregeht, verirrt sich zu seinem eigenen Schaden. Und ich bin nicht euer Vormund.' (Sure 10:108 - Junus)
Die Muslime sind nur dafür verantwortlich, ihre Religion zu erklären, sie üben auf niemanden Druck oder Zwang aus, und sind dazu angehalten, selbst mit den anmaßendsten Leugnern auf freundliche Weise zu sprechen. Solche Menschen können keine Radikalen sein, denn der Radikalismus verkörpert das Gegenteil der aufgeführten Eigenschaften und Verhaltensweisen. In der Tat, der Radikalismus ist eine anti-islamische Denkweise und eine politische Haltung, die von außerhalb in die Welt des Islams eingeführt wurde - ein Fremdkörper. Wenn wir die sozialen Phänomene überprüfen, die als Radikalismus beschrieben werden, tritt zu Tage, dass diese grundsätzlich ein Konglomerat von Methoden und Äußerungen sind, die von den Kommunisten in der Vergangenheit angewandt wurden, oder ein Ausdruck 'der erhitzten Leidenschaft der Ignoranz' (Sure 48:26 - al-Fath) sind, die keinen Platz im wahren Islam haben.
Alle Muslime müssen Zorn, Unnachgiebigkeit und Streitsucht total zurückweisen, da diese der Natur des Quran entgegenstehen, und anstelle davon eine freundliche, sanftmütige, tolerante, ruhige und einfühlende Haltung annehmen. Die Muslime müssen ein Vorbild für die Welt sein, und aufgrund ihrer geistigen Reife, Toleranz, Mäßigung, Bescheidenheit und Friedfertigkeit bewundert werden. Die Muslime müssen den Islam in der bestmöglichen Weise leben und seine Stellvertreter in der Welt sein, nicht nur in bezug auf ihren Charakter, sondern auch durch ihre Beiträge in den Bereichen der Wissenschaft, Kultur, Kunst, Ästhetik und Sozialordnung und anderem mehr.
Den Islam den anderen nahezubringen und ihn gegen die Ideen zu verteidigen, die ihm wesensfremd sind, sind in dem Vorgenannten mit eingeschlossen. In dem nachfolgenden Vers offenbart Allah deutlich, welche Haltung ein Muslim im Hinblick auf andere einnehmen muss:
Lade zum Weg deines Herrn mit Weisheit und ansprechender Ermahnung ein und erwidere ihnen mit vorzüglicheren Argumenten. Dein Herr weiß sicherlich am besten, wer von Seinem Weg abirrt und Er weiß am besten wer die Rechtgeleiteten sind. (Sure 16:125 - an-Nahl)

Methoden und Psychologie des Terrorismus
Das Konzept des Terrors hat einen weiten Bedeutungsumfang im heutigen Sprachgebrauch. Generell bezieht es sich auf bewaffnete Anschläge, die von radikalen ideologischen Gruppen ausführt werden. Allgemein bedeutet Terror Einschüchterung, doch diese Einschüchterung umfasst einen ausgedehnten Zielbereich, einschließlich die gesamte Existenz von Menschen, die dadurch einer ständigen Bedrohung und Furcht vor Brutalität ausgesetzt sind. Terror beinhaltet eine intensive und systematische Erpressung mit Bedrohung, die darauf abzielt, die Menschen zu bestimmten Denk- und Handlungsweisen zu zwingen, wobei alle Arten der Gewaltanwendung ausgeführt werden, um diese Angst zu verursachen und aufrechtzuerhalten. In jedem Fall jedoch ist das direkte oder indirekte Angriffsziel des Terrorismus die Bevölkerung selbst.
Terroristische Organisationen bedienen sich des Terrors, um Unterstützung zu erzwingen. Die Einschüchterung, die sie verwenden zielt darauf ab, ihre Machtstellung zu stärken, und auf diese Weise die 'Unterstützung', d.h. widerstandslose Passivität der Öffentlichkeit, oder eines Teils der Bevölkerung zu erzielen.

Terroristen zielen darauf ab, den Menschen körperlichen und psychologischen Schaden zuzufügen, um damit ein bestimmtes Ziel zu erreichen. Religiöse Ethik dagegen ist dem Terrorismus entgegengesetzt, da sie darauf abzielt, Liebe, W ohlbefinden, Mitgefühl, Freude und Hoffnung in der Gesellschaft zu fördern.
Das erste, woran man denkt, wenn von Terror die Rede ist, ist die Art von Terror, die von links- oder rechtsradikalen politischen oder sonstigen Extremistengruppen praktiziert wird, doch es gibt auch eine Art des Terrors, den man hauptsächlich in den Ländern der Dritten Welt vorfindet, wo er von diktatorischen Regimes ausgeführt wird. In Wirklichkeit handelt es sich hierbei um nichts anderes als eine Massenanwendung der selben Taktiken und Prinzipien, die von Terroristen-gruppen angewandt werden. Ein Diktator oder ein tyrannisches Machtkartell nutzt seine Macht nur zum eigenen Vorteil aus, weswegen es zu unterschiedlichem gesellschaftlichen Widerstand kommt. In dieser Situation bedient sich das diktatorische Regime stets der selben Methode: um zu demonstrieren, dass es mächtiger als die Opposition ist, greift es zu rücksichtsloser Gewalt und Brutalität, um Furcht in d er Bevölkerung zu verbreiten und dadurch seine eigene Macht zu festigen.
Terroristische Organisationen hingegen behaupten, entsprechend ihrer jeweiligen Ideologien, dass ihr Ziel der Sturz einer jeweiligen Regierung und deren Verwaltungsorgane ist, die sie als illegitim und grausam betrachten, und dass sie auf diese Weise ihr Ziel erreichen, d.h. eine glücklichere und gerechtere Lebensweise herbeiführen würden. Dies jedoch ist kein realistisches Ziel. Im ersten Abschnitt der Sure al-Baqara beschreibt Allah genau die Situation derjenigen, die in dieser Weise argumentieren:
Und wenn ihnen geboten wird: 'Stiftet kein Unheil auf der Erde!', so erwidern sie: ‚Wir sind doch die Rechtschaffenen.' Sind es nicht eben jene, die Korruption säen, doch sie sind sich dessen nicht bewusst. (Sure 2:11, 12 - al-Baqara)
Für Terroristen ist die Tötung von Menschen zu einer Lebensart geworden. Sie mögen ohne Mitleid unschuldige Menschen erschießen und Bomben unter Kinder werfen. Blutvergießen ist für sie eine Befriedigung. Sie haben aufgehört, Menschen zu sein, und sind zu tollwütigen, wilden Bestien geworden. Wenn irgend einer von ihnen die geringste Regung von Mitgefühl zeigt, wird er als Feigling oder Verräter gebrandmarkt und verachtet. Häufig benützen sie ihre Waffen gegeneinander und unternehmen blutige 'Läuterungen' von internen Splittergruppen innerhalb ihrer eigenen Organisationen.


Entsprechend der moralischen Lehre des Quran ist es eine unermessliche Grausamkeit, eine unschuldige und wehrlose Person zu ermorden. Allah verbietet Terrorakte und verdammt diejenigen, die sie begehen.
Es ist offensichtlich, dass der Terrorismus nichts anders als eine total satanische Institution des Blutvergießens ist, und wer diesen Teufelskreis der Barbarei unterstützt, verteidigt ein satanisches System. Wenn ein Terrorist religiöse Phrasen und Symbole benützt, sollte sich niemand davon irreführen lassen. Terroristen, die sich trügerisch unter dem Deckmantel einer Religion verbergen, sind doppelt schuldig, sowohl für das Blut, das sie vergießen, wie für die antireligiöse Propaganda, die sie fördern, indem sie diese Verbrechen im Namen der Religion verüben.
Gewalttaten,eine der wichtigsten terroristischen Propaganda Methoden
Die Terroristen betrachten Gewalttaten als Propaganda für ihre Organisationen. Für sie dienen das Töten unschuldiger Leute, Bankraub, Attentate, Entführungen und Bombenanschläge als Werbung für ihren Kampf. Für einen Terroristen, der darauf aus ist, Chaos herbeizuführen, ist die Werbewirkung, die eine Gewalthandlung an einem einzigen Tag erzielt, weit größer als das, was Millionen von Broschüren erreichen könnten. Diese Idee ist weit entfernt von jeglicher Art menschlicher Gefühle, wie Barmherzigkeit, Mitleid, Eintracht und Toleranz. Sie ist den moralischen Lehren des Qurans völlig ferne und kann nur in Gesellschaften Anklang finden, in denen atheistische Ideologien vorherrschen. Aus diesem Grund liegt die einzig mögliche Rettung der Menschheit von dieser umnachteten Denkweise in einer weitverbreiteten Annahme der, im Quran dargelegten moralischen Lehre, als Leitfaden für eine gesunde Lebensweise.



Terroristen betrachten ihre destruktiven Anschläge als ein Propagandamittel; durch die Zerstörung von Menschenleben und Eigentum erhoffen sie sich Schrecken und Panik zu verbreiten und dadurch ihre Macht und ihren Einfluss zu steigern.
Terror und Religion stehen in vollständigem Widerspruch zu einander. Der Terrorismus begeht den Weg der Aggression, des Mordes, des Konflikts, der Grausamkeit und des Elends, während all diese, entsprechend des Qurans, Arten der Unterdrückung sind. Allah ermahnt zu Frieden, Harmonie, Wohlwollen und Kompromiss. Er verbietet den Terror und jegliche Handlung, die den Frieden gefährdet, und Er verdammt die, die solche Taten durchführen.


... Seid euch Allahs Gegenwart bewusst. Allah ist es sicherlich bekannt, was ihr tut.
(Sure 5:8 - al-Ma'ida)
Und diejenigen, die ihr Bündnis mit Allah brechen, nachdem sie es eingegangen waren, und trennen, was Allah zu verbinden gebot, und Unheil auf Erden anrichten, auf ihnen lastet ein Fluch und eine üble Wohnstatt erwartet sie. (Sure 13:25 - ar-Ra'd)
Die grundlegende Eigenschaft des Terrors, die all diejenigen, die von seiner Grausamkeit angesteckt sind, gemeinsam haben, ist, dass ihnen Gottes-furcht und die Liebe Gottes völlig fremd sind. Ihre Herzen sind verstockt und sie sind geistlich und seelisch krank. Im Quran spricht Allah über den Charakter solcher Menschen:
Und folge nicht denen, die verachtenswert bereit sind, jeden Eid zu leisten, dem Verleumder, der üble Gerüchte verbreiten, dem, der das Gute verhindert und Unrecht und Frevel begeht, dem Pöbel und Abschaum. (Sure 68:10-13 - al-Qalam)
Gott hat ungerechtfertigte Rebellion und Anschläge verboten. Im Islam sind Handlungen, die heutzutage als 'Terror' und 'Anarchie' bezeichnet werden, untersagt. Im Quran heißt es:

Sprich: 'Mein Herr hat lediglich Schändlichkeiten verboten - ob öffentlich oder verborgen - sowie Sünde und Unrecht, und dass ihr Allah Teilhaber zuschreibt, wozu euch keine Ermächtigung gegeben wurde, und dass ihr über Allah Dinge sagt, wovon ihr kein Wissen habt.' (Sure 7:33 - al-A'raf)


Und Allah lädt zur Wohnstätte des Friedens ein und leitet, wen Er will, zu einem geraden Weg. (Sure 10:25 - Junus)


DIE MENSCHEN KÖNNEN NUR MIT DER LIEBE ZU ALLAH BEHAGLICHKEIT FINDEN
KONFERENZEN MIT DEM THEMA ''DER NIEDERGANG DER EVOLUTIONSTHEORIE UND DIE WAHRHEIT DER SCHÖPFUNG'' IN BERLIN - DEUTSCHLAND, AM 17-18 APRIL, 2010 KONFERENZ MIT DEM THEMA ''DER NIEDERGANG DER EVOLUTIONSTHEORIE UND DIE WAHRHEIT DER SCHÖPFUNG'' – 28 MAI. 2010, DARMSTADT

Konferenz mit den Themen ''Die Wunder des Quran'' und ''Prophet Jesus (as) und der Mahdi (as)'' - 24.11.2010 - Ansbach Ansbach -''- 24/11/2010) Mucize Quran''and''Prophet İsa (as) ve Mehdi (as Konferansı ile theme''The

DER PROPHET JOSEPH

WUNDER DES GEHIRNS: RIECHEN UND SCHMECKEN

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Die Mehrheit der Menschen benutzt ihre Denkfähigkeit nicht so, wie sie es könnte. Der Zweck dieses Dokumentarfilms ist es, die Menschen aufzufordern, so zu denken, wie es angemessen wäre, und sie bei Ihren Bemühungen dabei zu unterstützen.

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ALTRUISMUS IN DER NATUR

In diesem Film werden Sie ein wunderbares, von Allah in den Lebewesen hervorgerufenes Gefühl mütterlicher Liebe und der Selbstaufopferung sehen, das Mütter für ihren Nachwuchs hegen, und Sie werden Zeuge eines der größten Beweise der Schöpfung in der Welt werden...