TERRÖR: DER ISLAM VERURTEILT

DIE EINSTELLUNG DES ISLAMS GEGENÜBER DEN 'MENSCHEN DER SCHRIFT'


Ein weiteres wichtiges Thema, das mit den Terrorakten gegen die Vereinigten Staaten auf die Tagesordnung kam, ist die Beziehung zwischen der westlichen und der islamischen Welt. Wie bekannt haben einige Intellektuelle in den neunziger Jahren prophezeit, dass die Welt zur Arena eines bevorstehenden Kampfs zwischen dem Westen und dem Islam werden würde. Dies ist das grundlegende Thema der weithin bekannten These Samuel Huntingtons The Clash of Civilisations [Kampf der Kulturen]. Diese These jedoch, beruht auf einem imaginären Szenario, das durch die Überbewertung des Einflusses einiger radikalen und ignoranten Splittergruppen innerhalb dieser zwei Zivilisationen geschaffen wurde. Tatsächlich kann es keinen Konflikt zwischen der westlichen und der islamischen Zivilisation geben, weil die Glaubensgrundsätze des Judentums und Christentums, auf denen die westliche Zivilisation basiert, in vollkommener Harmonie mit dem Islam stehen.
Im Quran werden die Juden und Christen die 'Menschen der Schrift' genannt. Der Grund dafür ist, dass die Anhänger dieser zwei Religionen sich an die von Allah offenbarten Heiligen Schriften halten. Die Einstellung des Islams gegenüber den Menschen der Schrift ist äußerst tolerant und teilnahmsvoll.
Diese Haltung gegenüber den Menschen der Schrift entwickelte sich in den Gründungsjahren des Islams. Zu jener Zeit waren die Muslime eine Minderheit, die darum kämpften, ihren Glauben zu bewahren und dabei allerlei Unterdrückung und Grausamkeiten von Seiten der heidnischen Mekkaner erlitten. Auf Grund dieser Verfolgung entschieden sich einige Muslime, von Mekka zu fliehen und in einem sicheren Land mit einem gerechten Herrscher Zuflucht zu nehmen. Der Prophet Muhammad riet ihnen, beim Negus, dem christlichen Herrscher Äthiopiens, Zuflucht zu nehmen. Die Muslime, die nach Äthiopien auswanderten, fanden dort eine sehr zuvorkommende Regierung vor, die sie mit Liebe und Respekt aufnahm. Der Negus lehnte die Forderungen der heidnischen Botschafter ab, die mit dem Gesuch, ihnen die Muslime auszuliefern, nach Äthiopien gesandt worden waren und erklärte, dass die Muslime in seinem Land frei leben könnten.
Der Quran verweist auf diese barmherzige, mitfühlende und gerechte Haltung der Christen in dem folgenden Vers:
... du wirst sicher finden, dass die, die den Gläubigen am nächsten in Zuneigung sind, jene sind, die sich als Christen bekennen. Das liegt daran, dass es unter ihnen Geistliche und Mönche gibt, und weil sie nicht arrogant sind. (Sure 5:82 - al-Ma'ida)
Glaubensinhalte und Werte die den Menschen der Schrift und den Muslimen gemeinsam sind
Der christliche und muslimische Glaube haben viele gemeinsame Aspekte. Auch das Judentum teilt viele Glaubensgrundsätze mit dem Islam. Allah erklärt im Quran, dass die Muslime den gleichen Glauben mit den Menschen der Schrift teilen, und befiehlt den Muslimen: '... Wir glauben an das, was uns offenbart wurde und an das, was euch offenbart wurde. Unser Gott und euer Gott ist Einer, und Ihm haben wir uns ergeben. (Sure 29:46 - al-'Ankabut)

Im Quran werden die Christen und Juden als die 'Menschen der Schrift' benannt, und es ist geboten, ihnen Respekt, Großmut und Freundlichkeit entgegenzubringen. Die Anhänger dieser beiden Religionen glauben an Gott und teilen die selben moralischen Werte mit den Muslimen.
Alle wahren Anhänger dieser drei großen Religionen glauben:
- dass Gott das ganze Universum aus dem Nichts geschaffen hat und dass Er alles, was existiert durch Seine Allmacht beherrscht.
-dass Gott den Menschen und alle Lebewesen in wunderbarer Weise erschaffen hat, und dass Gott dem Menschen eine Seele gab.
- an die Auferstehung, das Paradies und die Hölle und an die Engel, sowie daran, dass Allah unserem Leben ein bestimmtes Schicksal zugeteilt hat.
- dass Gott im Verlauf der Geschichte viele Propheten wie Noah, Abraham, Isaac, Joseph und Moses sandte. Und alle verehren diese Propheten.
In einem Vers wird erwähnt, dass die Muslime keinen Unterschied zwischen den Propheten machen, was die göttliche Botschaft betrifft:
Der Prophet glaubt an das, was ihm von seinem Herrn offenbart wurde, und ebenso die Gläubigen. Alle glauben an Allah, an Seine Engel, an Seine Heiligen Schriften und an Seine Propheten. Wir unterscheiden zwischen keinem Seiner Gesandten. Und sie erwidern: ‚Wir hören und gehorchen; (gewähre uns) Deine Vergebung, unser Herr, denn die Rückkehr zu Dir ist unser Ziel!' (Sure 2:285 - al-Baqara)
Der Glaube der Menschen der Schrift ist im Einklang mit dem der Muslime, nicht nur im Hinblick auf Glaubensinhalte, sondern auch in bezug auf moralische Werte. In der heutigen Welt, in der Unmoral wie Betrug, Ehebruch, Homosexualität und sexuelle Perversionen, Drogensucht und eine Form des Egoismus, in der Selbstverherrlichung durch Brutalität angestrebt wird, so weit verbreitet ist, dass sie teilweise schon zur sozialen Norm wurde, teilen die Menschen der Schrift und die Muslime die gleichen Tugenden: Ehre, Keuschheit, Bescheidenheit, Opferbereitschaft, Ehrlichkeit, Barmherzigkeit, Mitgefühl und bedingungslose Liebe.


Heutzutage kämpfen beide, die Muslime und die 'Menschen der Schrift' einen sich stets erweiternden Kampf gegen Unmoral, wie sexuelle Perversionen, Prostitution und Drogensucht. Jede dieser drei Religionen erkennt Keuschheit, Ehrlichkeit und Opferbereitschaft als die größten Tugenden an.
Die gemeinsamen Feinde des Glaubens
Ein weiterer wichtiger Gesichtspunkt, der das Christentum, das Judentum und den Islam zusammenbringt, ist der starke Einfluss, den die atheistischen Philosophien in unserer Zeit ausüben.
Zu den bekanntesten und schädlichsten Philosophien unserer Zeit zählen der Materialismus, Kommunismus, Faschismus, Anarchismus, Rassismus, Nihilismus und Existentialismus. Viele Menschen, die an die falschen Diagnosen und die trügerischen Beschreibungen und Erklärungen glaubten, die diese Ideologien bezüglich des Universums, der Gesellschaft und des Menschen vorbrachten, haben ihren Glauben verloren oder stürzten in Zweifel. Überdies haben diese Ideologien Menschen, Gesellschaften und Nationen in große Krisen, Konflikte und Kriege gestürzt. Ihr Anteil an der Schuld für das Leiden und Elend, das die Menschheit bis heute plagt, ist unermesslich.
Indem sie Allah und die Schöpfung leugnen, haben alle oben erwähnten Ideologien einen gemeinsamen Nenner - ihre sogenannte wissenschaftliche Grundlage: Charles Darwins Evolutionstheorie. Der Darwinismus bildet die Grundlage der atheistischen Philosophien. Diese Theorie behauptet, dass die Lebewesen sich aufgrund einer Folge von Zufällen und mittels eines Kampfs ums Überleben entwickelt haben. Folglich verkündet der Darwinismus dem Menschen diese trügerische Botschaft: Du bist niemandem Rechenschaft schuldig, du verdankst dein Leben einer Reihe von Zufällen, du musst kämpfen und, falls notwendig, andere unterdrücken, um erfolgreich zu sein. Die Welt ist eine Arena des Konflikts und der Selbstbehauptung.
Die sozialen Mitteilungen, die durch darwinistischen Konzepte wie 'natürliche Auswahl', 'Kampf ums Dasein', 'Überleben der Stärksten' usw. übermittelt werden, sind Mittel der Indoktrination. Diese üble Perversion der Ethik schlägt dem Menschen vor, egoistisch, selbstsüchtig, grausam und tyrannisch zu sein, sie zerstört Tugenden wie Barmherzigkeit, Mitgefühl, Opferbereitschaft und Bescheidenheit, die moralischen Werte der drei großen monotheistischen Religionen, und präsentiert dies als eine unumgängliche Lebensmaßregel.

Diese darwinistische Indoktrination ist das genaue Gegenteil des Glaubens der Menschen der Schrift und der Botschaft des Qurans. Infolgedessen konstituiert die darwinistische Ideologie die Grundlage einer Welt, die in sich selbst diesen drei göttlich offenbarten Religionen entgegensetzt ist.
Unter diesen Bedingungen ist es nunmehr für die Menschen der Schrift und die Muslime notwendig geworden, zusammenzuarbeiten, da sie an Gott glauben und die Ethik, die Er fordert, akzeptieren. Die Anhänger dieser drei Religionen sollten den Irrtum des Darwinismus, der keinerlei wissenschaftliche Grundlage hat, und dessen nunmehr einziger Zweck die Aufrechterhaltung der materialistischen Philosophien ist, vor der Welt bloßstellen. Sie sollten in gegenseitiger Zusammenarbeit einen intellektuellen Kampf gegen alle sonstigen trügerischen Ideen führen (Kommunismus, Faschismus, Rassismus), die dem Atheismus dienen. Sobald dies verwirklicht ist, wird sich die Welt, in sehr kurzer Zeit eines Zustands des Friedens, der Sicherheit und Gerechtigkeit erfreuen.

Gottlose Ideologien wie der Faschismus, Kommunismus, Rassismus und Anarchismus haben Verwüstung über die Menschheit gebracht und Hass in den Gesellschaften gesät.



Der Darwinismus schlägt eine Gesellschaft vor, in der Konflikt und Gewalttaten als Mittel des Fortschritts betrachtet werden. Studien über die Auswirkungen des sozial-darwinistischen Projekts auf die Gesellschaft zeigen jedoch, dass dieses Gesellschaftsmodell nur Leiden und Zerstörung hervorgebracht hat.
Der Antisemitismus ist ein Rassismus, der dem Islam vollkommen entgegengesetzt ist
In unserer Zeit ist der Antisemitismus eine Ideologie, die den Weltfrieden bedroht und auf die Zerstörung des Wohlergehens und der Sicherheit unschuldiger Menschen abzielt. Er ist ein, von bestimmten Kreisen gegen die Juden gerichteter Rassenhass.
Der Antisemitismus ist untrennbar mit einer der großen Katastrophen des 20. Jahrhunderts verbunden, in der die Grausamkeiten und Massaker, die die Nazis gegen die Juden begingen die schrecklichsten Ausmaße annahmen. Zusätzlich dazu haben autoritäre Regime in vielen Länder gezielt die Juden grausamen Misshandlungen ausgesetzt. Faschistische Organisationen haben Juden belästigt und blutige Attentate gegen sie verübt.
Wie sollte ein Muslim den Antisemitismus betrachten?
Die Antwort ist eindeutig. Jeder Muslim muss den Antisemitismus in gleicher Weise, wie jede andere rassistische Ideologie verurteilen; er muss sich dieser Ideologie des Hasses widersetzen und die Rechte der Juden verteidigen, so wie er die Rechte aller anderen Menschen verteidigen würde. Jeder Muslim muss die Rechte der in Israel, oder im Exil lebenden Juden anerkennen und verteidigen, d.h. das Recht in Frieden zu leben, ihre Religion frei auszuüben, ihre Identität zu bewahren und sich unzensiert ausdrücken zu können.

Die Verfolgung der Juden im Verlauf der Geschichte war grundsätzlich die Folge von rassistischen Vorurteilen, die definitiv im Widerspruch zum Islam stehen. Es ist durchaus gerechtfertigt, sich der Brutalität des israelischen Staatsterrorismus entgegenzustellen und sie zu verdammen, doch kein wahrer Muslim kann die ungerechte und grausame Behandlung unschuldiger jüdischer Menschen billigen.
Obwohl die Muslime heute zurecht die grausame und aggressive Politik des Staats Israel, zusammen mit seiner unrechtmäßigen Besetzung der benachbarten Gebiete, verurteilen, ist eine Kollektivverurteilung aller Juden nicht akzeptabel für gläubige Muslime - das wäre ein klarer Ausdruck von Antisemitismus. Die offizielle zionistische Ideologie zu kritisieren hat jedoch nichts mit Antisemitismus zu tun, denn den Zionismus zurückzuweisen, ist nichts anderes, als eine extreme Form des Rassismus abzulehnen. Es gibt viele Juden (und ihre Zahl nimmt zusehends zu) die die rassistische Politik des Zionismus ebenso sehr ablehnen, und jene des Antisemitismus zu bezichtigen, wäre absurd.
Niemals eine Gemeinschaft kollektiv zu verurteilen, ist ein Gebot, das der Quran sehr betont, und dabei die Notwendigkeit aufzeigt, zwischen den Gerechten und den Übeltätern, den grausamen und den unschuldigen Menschen zu unterscheiden. Der Quran schildert eine Begebenheit, wo Allah, nachdem Er einige Juden und Christen, erwähnt, die Seinen Geboten zuwider gehandelt hatten, auch auf andere Juden und Christen hinweist, die eine einwandfreie Verhaltensweise an den Tag legten:
Sie sind nicht alle gleich. Unter den Menschen der Schrift gibt es eine aufrichtige Gemeinde, sie rezitieren die Offenbarungen Allahs zur Nachtzeit und werfen sich nieder im Gebet. Sie glauben an Allah und an den Jüngsten Tag und verordnen das Rechte und verbieten das Unrechte, sie wetteifern in guten Werken und sie zählen zu den Rechtschaffenen. Und was sie an Gutem tun, wird niemals geleugnet werden, und die Gottesfürchtigen sind Allah wohl bekannt. (Sure 3:113-115 - Al-Imran)
Der Antisemitismus ist eine anti-religiöse Ideologie, die ihre Wurzeln im Neo-Paganismus hat. Es ist daher undenkbar, dass ein Muslim den Antisemitismus unterstützt oder mit dieser Ideologie sympathisiert. Antisemiten haben keinerlei Hochachtung für Abraham, Moses oder David, die gesegnete, von Gott auserwählte Propheten waren, und der Menschheit als Vorbilder dienten.
Der Antisemitismus und andere Auswüchse des Rassismus (z.B. Vorurteile gegen dunkelhäutige Menschen) haben keinen Platz in einer wahren Religion; es sind Perversionen, die verschiedenen irrigen Ideologien und abergläubischen Phantasien entsprangen.
Wenn man den Antisemitismus und andere Formen des Rassismus untersucht, ist deutlich zu erkennen, dass sie Ideen und ein Gesellschaftsmodell fördern, die in völligem Widerspruch zur Ethik des Quran stehen. So liegen z.B. Hass, Gewalttätigkeit und Mangel an Barmherzigkeit dem Antisemitismus zugrunde. Ein Antisemit kann so grausam sein, dass er den Mord an jüdischen Mitmenschen unterstützt, egal ob Männer, Frauen, Kinder oder Greise, und selbst zustimmt, dass sie gefoltert und gequält werden. Die moralische Lehre des Qurans dagegen fordert, allen Menschen Liebe, Barmherzigkeit und Gnade zukommen zu lassen. Sie gebietet den Muslimen auch, gerecht und nachsichtig gegenüber ihren Feinden zu sein.
Demgegenüber sind Antisemiten und andere Rassisten gegen das friedliche Zusammenleben von Menschen verschiedener Herkunft oder verschiedenen Glaubens. (So standen z.B. die deutschen Rassisten - Nazis - und die jüdischen Rassisten - Zionisten - dem Zusammenleben von Deutschen und Juden ablehnend gegenüber; jede Seite wies dies im Namen ihrer jeweiligen Rasse als Entartung zurück.) Im Quran dagegen gibt es nicht die geringste Unterscheidung zwischen Rassen; der Quran ermutigt die Anhänger verschiedener Religionen dazu, in der gleichen Gesellschaft in Frieden und Glück zusammenzuleben.

Die Muslime möchten mit Juden und Christen in Frieden und Zufriedenheit zusammenleben, wobei sie sich gegenseitig mit Toleranz, Freundlichkeit, Respekt und Mitgefühl behandeln.
Der Quran fordert Muslime, Juden und Christen zu einem Zusammenleben in Freundschaft auf
Die Juden und Christen, die der Quran als 'Menschen der Schrift' bezeichnet, sind den Muslimen viel näher als den Götzendienern. Die Menschen der Schrift glauben wie die Muslime an einen Gott und unterstellen sich Seinen Geboten.
Im Quran gibt es einen bedeutenden Unterschied zwischen den Menschen der Schrift und denen die Gott oder Seine Ausschließlichkeit leugnen. Dieser Unterschied wird besonders im Bereich des sozialen Lebens hervorgehoben So wird z.B. bezüglich der Götzendiener gesagt: '... zweifellos sind die Götzendiener unrein. Und so sollen sie sich nach diesem Jahr ihres Abkommens der geheiligte Moschee nicht mehr nähern...' (Sure 9:28 - at-Tauba). Die Götzendiener sind Leute, die kein göttliches Gesetz kennen, keine moralischen Richtlinien haben und skrupellos zu allen möglichen erniedrigenden und perversen Handlungen bereit sind.
Die Menschen der Schrift jedoch haben, indem sie sich grundsätzlich an die Offenbarungen Allahs halten, moralische Prinzipien und wissen, was erlaubt ist und was nicht. Aus diesem Grund ist es Muslimen erlaubt, die Speisen und Nahrungsmittel der Juden und Christen zu verzehren sowie ihre Töchter zu heiraten; diesbezüglich hat Allah im Quran verordnet:
Heute sind euch alle guten Dinge erlaubt. Und die Speisen derer, denen die Schrift gegeben wurde, ist euch erlaubt, so wie euere Speisen ihnen erlaubt sind. Und es ist euch erlaubt die tugendhaften (ledigen) Frauen der Gläubigen, zu heiraten und die tugendhaften (ledigen) Frauen derer, denen die Schrift vor euch gegeben wurde, sind euch erlaubt soweit ihr ihnen ihre Brautgabe gegeben habt und in Ehre mit ihnen die Ehe eingeht, nicht in einer illegitimen Beziehung und nicht als Konkubinen. Wer den Glauben verleugnet, dessen Werke sind fruchtlos, und im Jenseits wird er einer der Verlierer sein. (Sure 5:5 - al-Ma'ida)
Diese Weisungen zeigen, dass als Folge der Heirat eines Muslims mit einer Jüdin oder Christin Verwandtschaft hergestellt werden kann, und dass jede Seite eine Einladung zu einer Mahlzeit annehmen kann. Dies sind die Grundlagen, die die Errichtung gerechter menschlicher Beziehungen und eines glücklichen kommunalen Lebens sicherstellen. Da der Quran solch eine gerechte und tolerante Haltung empfiehlt, ist es undenkbar, dass ein Muslim eine gegensetzliche Einstellung vertreten könnte.
Die faire und tolerante Handlungsweise des Propheten Muhammad in bezug auf die Menschen der Schrift wurden zu einem vorbildlichen Beispiel für die Muslime. Im Vertrag, der mit den Christen von Nadschran abgeschlossen wurde, die in Südarabien lebten, gab der Prophet eines der besten Beispiele von Toleranz und Gerechtigkeit. Der Vertrag enthielt den folgenden Artikel:
Das Leben der Menschen von Nadschran und Umgebung, ihre Religion, ihr Land, Besitz und Vieh, sowohl derer die anwesend sind, als auch derer die abwesend sind, ihre Botschafter und Andachtsstätten stehen unter dem Schutz Allahs und der Bewachung Seines Propheten.21
Mittels solcher Verträge sicherte der Prophet sowohl für die Muslime, wie auch für die Menschen der Schrift, eine Sozialordnung, die von Frieden und Sicherheit gekennzeichnet war. Diese Ordnung war eine absolute Realisierung des folgenden Verses:
Gewiss, die Gläubigen und die Juden und die Christen und die Sabäer, alle, die an Gott und das Jenseits glauben und rechtschaffen handelt, ihnen wird ihr Herr es belohnen, und sie werden ohne Furcht und Sorge sein. (Sure 2:62 - Al Baqara)
Die Konstitution von Medina ist der wichtigste Vertrag, der Gerechtigkeit und Toleranz unter Christen-, Juden- und Heidengemeinschaften sicherte.

Zu der Zeit des Propheten Muhammad wurde eine gerechte und tolerante Politik in bezug auf die 'Menschen der Schrift' praktiziert.
Die Konstitution von Medina wurde unter Anweisung des Propheten Muhammad vor 1400 Jahren im Jahr 622 n. Chr. aufgesetzt, um die Erfordernisse der Menschen unterschiedlichen Glaubens zu erfüllen, und wurde als ein schriftlicher gesetzlicher Vertrag in Anwendung gebracht. Unterschiedliche Gemeinschaften verschiedener Religionen und Rassen, die seit 120 Jahren tiefsitzende Feindschaften gegeneinander gehegt hatten, wurden Beteiligte an diesem gesetzlichen Vertrag. Durch diesen Vertrag demonstrierte der Prophet Muhammad, dass Konflikte zwischen jenen Gesellschaften, die Feinde waren und nicht imstande gewesen waren, zu irgend einer Form des Kompromisses zu kommen, beendet werden konnten, und dass diese Gesellschaften tatsächlich miteinander leben konnten.
Entsprechend der Konstitution von Medina war jeder frei, dem Glauben oder der Religion seiner Wahl zu folgen oder irgendeine politische oder philosophische Wahl zu treffen. Gleichgesinnte Menschen konnten zusammenkommen und eine Gemeinschaft bilden. Jede war frei, ihr eigenes Rechtssystem auszuüben. Jedoch wer ein Verbrechen beging, wurde von niemandem geschützt. Die Beteiligten an diesem Vertrag konnten miteinander zusammenarbeiten, sich gegenseitig unterstützen und blieben unter dem Schutz des Propheten Muhammad. Konflikte zwischen den Beteiligten wurden vor den Gesandten Allahs gebracht.
Dieser Vertrag war von 622 bis 632 n. Chr. in Kraft. Durch dieses Dokument wurden die Stammesstrukturen, die zuvor auf Verwandtschaft und Blut beruht hatten, abgeschafft und Menschen unterschiedlicher kultureller, ethnischer und geographischer Herkunft kamen zusammen und bildeten eine soziale Einheit. Die Konstitution von Medina gewährte absolute Religionsfreiheit.
Klöster, Kirchen und Synagogen müssen respektiert werden
Eine weitere wichtige Lehre aus dem Quran ist, dass Muslime die jüdischen und christlichen Gebetsstätten respektieren müssen. Im Quran werden Klöster, Kirchen und Synagogen als Gebetsstätten der Menschen der Schrift, erwähnt, die unter dem Schutz dieses göttlichen Gebots stehen.
... Und hätte Allah nicht manche Menschen durch andere zurückgehalten, so wären gewiss Klöster, Kirchen, Synagogen und Moscheen, in denen Allahs Name häufig angerufen oder gepriesen wird, zerstört worden, und Allah hilft sicherlich dem, der für Ihn eintritt; Allah verfügt über absolute Stärke und Macht. (Sure 22:40 - al-Hadsch)
Dieser Vers zeigt jedem Muslim, wie wichtig der Respekt und Schutz der, den Menschen der Schrift heiligen Orte, zu nehmen ist.
In der Tat, der Prophet Muhammad ging, ebenso wie mit den Juden und Christen, auch mit den Heiden Abkommen ein. Sie wurden stets gerecht behandelt, und wenn sie um Schutz baten, wurde ihr Gesuch bereitwillig vom Propheten gewährt. Das bedeutet, dass diese Gemeinden immer, wenn sie angegriffen oder fälschlicher Weise beschuldigt wurden, um den Schutz des Gesandten Allahs baten. Zeit seines Lebens baten die Nicht-Muslime und Heiden den Propheten Muhammad um Schutz, und er gewährte ihnen diesen und garantierte ihre Sicherheit. An einer Stelle im Quran befiehlt Allah dem Propheten, dass er, selbst wenn ein Götzendiener bei ihm Zuflucht sucht, ihm diese gewähren soll:


Moscheen, Kirchen und Synagogen sind spezielle Gebetsstätten, wo Gottes Name in ehrfürchtigem Gedenken gehalten wird. Allah gebietet im Quran, dass alle diese Heiligtümer respektiert und bewahrterden müssen.
Und wenn einer der Götzendiener bei dir Zuflucht sucht, dann gewähre ihm Zuflucht, bis er Allahs Wort vernommen hat. Danach gib ihm sicheres Geleit an einen Ort, wo er sich sicher fühlt. Dem sei so, weil sie ein unwissendes Volk sind. (Sure 9:6 - at-Tauba)
Die Juden und Christen sind, aufgrund der Gemeinsamkeiten, die sie mit den Muslimen teilen, diesen viel näher als die, die keinen Glauben an Gott haben. Jede dieser Religionen hat ihr Heiliges Buch, d.h. sie verlassen sich auf eine göttliche Offenbarung. Sie wissen, was recht und was falsch ist, was erlaubt ist und was ihnen, ihren Schriften entsprechend, nicht gestattet ist und sie verehren die Propheten und Gesandten, durch die ihnen die göttliche Offenbarung zu Teil wurde. Sie glauben alle an ein Leben nach diesem, wo sie Gott gegenüber für all ihre Taten Rechenschaft ablegen müssen. Es gibt also eine gemeinsame Grundlage, auf der wir zusammenkommen können.
Der Aufruf zu einem gemeinsamen Nenner zu kommen
Hinsichtlich der Menschen der Schrift weist Allah die Muslime im Quran an, zu einer gemeinsamen Formel zu kommen, die gleichermaßen für alle gilt:
Sprich: 'Ihr Menschen der Schrift, lasst uns zu einer ausgewogenen Erklärung kommen, die für euch und uns Gültigkeit hat, dass wir nichts und niemanden außer Allah anbeten und Ihm keine Teilhaber zuschreiben, und dass wir uns nicht aus unseren eigenen Reihen Herren anstelle von Allah erwählen.' ... (Sure 3:64 - Al-Imran)
Dieses ist in der Tat unsere Aufforderung an die Christen und Juden: Als Menschen, die an den einen Gott glauben und seinen Offenbarungen folgen, lasst uns zu einer gemeinsamen Plattform kommen - 'Glauben'. Lasst uns Gott lieben, der unser Schöpfer und Herr ist, und Seinen Geboten folgen. Und lasst uns Gott bitten, uns auf Seinem geraden Weg zu führen.

Das Übel in der Welt wird zu Ende gehen, wenn die Muslime, Christen und Juden vereint ihrem Gott Anbetung darbringen und gegenseitige Toleranz gegenüber ihrer Glaubensunterschiede üben.
Wenn sich Muslime, Christen und Juden auf diese Weise zu einer gemeinsamen Front zusammenfinden, wenn sie verstehen, dass sie Freunde und nicht Feinde sind, wenn sie sehen, dass der wirkliche Feind der Atheismus ist, dann wird die Welt zu einem sehr anderen Ort werden. Die Kriege in vielen Teilen der Welt, Feindschaften, Furcht und Terroranschläge werden zu einem Ende kommen, und eine neue Zivilisation, die auf Liebe, Respekt und Frieden basiert, kann auf dieser gemeinsamen Plattform errichtet werden.

Alle Gläubigen müssen für einander beten und sich vereinen.
Es gibt wichtige Tatsachen, welche die Muslime berücksichtigen müssen. Was Allah uns im Quran über verschiedene Nationen und Glaubensrichtungen lehrt, steht eindeutig fest:
Die Ethik des Quran schließt jegliche Art des Rassismus aus. Im Quran wird eine tolerante und freundliche Haltung gegenüber Anhängern anderer Religionen gefordert, solange sie dem Islam oder den Muslimen gegenüber keine Feindseligkeit zeigen.

Muzammil Siddiqui, der Präsident der Islamic Society of North America [Islamische Gesellschaft von Nordamerika], trägt Verse aus dem Quran in der National Cathedral in Washington während eines Gedächtnisgott-esdiensts für die Opfer des 11. September vor
Es ist offensichtlich, dass die Juden viele Fehler begangen haben, auf die der Quran hinweist, die er kritisiert und vor denen er warnt. Die Verbrechen gegen die Menschheit, die gegenwärtig von den Machthabern in Israel verübt werden, sind schmerzlich und weithin bekannt, doch all dies darf die Muslime nicht dazu veranlassen, gegen alle Juden Feindseligkeit zu empfinden. Ein weiterer grundlegender Gesichtspunkt im Quran ist, dass es nicht gestattet ist, Menschen nur aufgrund ihrer Zugehörigkeit zu einer bestimmten Rasse, Nation oder Religion pauschal zu beurteilen. In jeder Gemeinschaft gibt es sowohl gute als auch schlechte Menschen. Der Quran weist auf diese Unterscheidung hin. In einem Vers wird, nachdem die rebellische Natur - gegen Allah und Seine Religion - einiger Menschen der Schrift erwähnt wurde, auch auf die Ausnahme dazu hingewiesen:

Oben: Muslime und Nicht-Muslime beten zusammen in einem Gottes-dienst in Dallas.

Präsident G. W. Bush betete neben einem muslimischen Imam während des Gedächt-nisgottesdiensts in der National Cathedral in Washington.
Sie sind nicht alle gleich. Unter den Menschen der Schrift gibt es eine aufrichtige Gemeinde, sie rezitieren die Offenbarungen Allahs zur Nachtzeit und werfen sich nieder im Gebet. Sie glauben an Allah und an den Jüngsten Tag und verordnen das Rechte und verbieten das Unrechte, sie wetteifern in guten Werken und sie zählen zu den Rechtschaffenen. Und was sie an Gutem tun, wird niemals geleugnet werden, und die Gottesfürchtigen sind Allah wohl bekannt. (Sure 3:113-115 - Al-Imran) In einem anderen Vers empfiehlt Allah:
Und Wir entsandten zu jeder Nation einen Gesandten (mit der Botschaft): 'Dient Allah und wendet euch ab von den satanischen Mächten.' Und es gab solche unter ihnen, die Allah recht leitete und solche, die dem Irrtum anheim fielen. So bereist die Erde und seht, was die Konsequenzen für die Leugner waren. (Sure 16:36 - an-Nahl)
Allah offenbarte allen Gesandten, dass Er der Einzige ist, und dass es niemanden und nichts außer Ihm gibt, dem die Menschen Anbetung, Gottesdienst und Gehorsam darbringen dürfen. Diese göttliche Botschaft, hat Allah den Menschen durch Seine Gesandten seit der Erschaffung des Menschen übermittelt. Einige Gesellschaften haben die Botschaft angenommen und sind dem rechten Weg gefolgt, während anderesie ablehnten und irre gegangen sind.

EU Kommissionär Romano Prodi hält eine Rede im Islamischen Zentrum in Brüssel.
Dies gilt bis auf den heutigen Tag. Einige Menschen verfechten das, was recht und wahr ist, während andere die Seite des Unrechts und Verderbens wählen. Das ist Allahs Gesetz. Die, die glauben, sollten die Dinge auch aus solch einer Perspektive betrachten und nie vergessen, dass es unter den Anhängern aller Religionen sowohl aufrichtige, gottesfürchtige Menschen gibt, wie solche, die den religiösen und moralischen Lehren weit entfremdet sind.
Unser Anliegen ist, dass eine Weltordnung errichtet wird, in der Menschen in Frieden zusammenleben können, ohne Ansehen ihrer Rassen- und Religionszugehörigkeit, in der jegliche rassistische Perversion zurückgewiesen wird und in der die Rechte und die Würde jedes Menschen unantastbar sind. Wir sind guter Hoffnung, dass der Kampf, der zu diesem Zweck auf intellektueller Ebene gegen alle anti-religiösen Ideologien stattfinden muss, den lang ersehnten Frieden herbeiführen wird. Darüber hat der Quran folgendes zu sagen:
Die Leugner sind einer des anderen beschützender Freund. Wenn ihr nicht dementsprechend handelt, wird es in großem Ausmaß zu Verfolgung und Korruption auf der Erde kommen. (Sure 8:73 - al-Anfal)
Hätte es unter den Nationen, die vor euch existierten, nur mehr Menschen von gutem Charakter gegeben, die der Korruption auf Erden Einhalt geboten, als die wenigen derer, die Wir erretteten! Doch die, die Unrecht taten schwelgten in dem Überfluss, in dem sie sich fanden und wurden zu Frevlern. (Sure 11:116 - Hud)

DIE MENSCHEN KÖNNEN NUR MIT DER LIEBE ZU ALLAH BEHAGLICHKEIT FINDEN
KONFERENZEN MIT DEM THEMA ''DER NIEDERGANG DER EVOLUTIONSTHEORIE UND DIE WAHRHEIT DER SCHÖPFUNG'' IN BERLIN - DEUTSCHLAND, AM 17-18 APRIL, 2010 KONFERENZ MIT DEM THEMA ''DER NIEDERGANG DER EVOLUTIONSTHEORIE UND DIE WAHRHEIT DER SCHÖPFUNG'' – 28 MAI. 2010, DARMSTADT

Konferenz mit den Themen ''Die Wunder des Quran'' und ''Prophet Jesus (as) und der Mahdi (as)'' - 24.11.2010 - Ansbach Ansbach -''- 24/11/2010) Mucize Quran''and''Prophet İsa (as) ve Mehdi (as Konferansı ile theme''The

DER PROPHET JOSEPH

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